Ab 30 aufwärts

Viele Zeitungen aus Nordrhein-Westfalen hatte gestern ein ganz spezielles Titelthema. die derzeitige Situation in den Grundschulen des Bundeslandes. Es wurde von Klassen berichtet, die aus 30 oder mehr Kinder bestünden. Das ausgerechnet in der Eingangsstufe, also dem ersten Schuljahr.

Das ist schlicht und einfach untragbar. Aus pädagogischer Sicht kann bei einer solchen Schülerzahl kein Unterricht mehr stattfinden, der die Kinder vom Wissenstand dort abholt, wo sie sind. Ein individuelle Förderung ist unmöglich, die Schwächeren bleiben auf der Strecke – was unter der Hand gesagt von Lehrern auch nicht immer bedauert wird, da so zumindest in den nachfolgenden Jahren die Klasse wieder kleiner wird.

Ich finde es zutiefst beschämend, dass dem Schulministerium in NRW diese Bedingungen anscheinend egal sind. Kinder sind das Kapital einer Gesellschaft. Wer damit leichtfertig umgeht, hat keine Berechtigung, weiterhin politische Entscheidungen treffen zu dürfen.

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