Ab 30 aufwärts

Ab 30 aufwärts

Viele Zeitungen aus Nordrhein-Westfalen hatte gestern ein ganz spezielles Titelthema. die derzeitige Situation in den Grundschulen des Bundeslandes. Es wurde von Klassen berichtet, die aus 30 oder mehr Kinder bestünden. Das ausgerechnet in der Eingangsstufe, also dem ersten Schuljahr.

Das ist schlicht und einfach untragbar. Aus pädagogischer Sicht kann bei einer solchen Schülerzahl kein Unterricht mehr stattfinden, der die Kinder vom Wissenstand dort abholt, wo sie sind. Ein individuelle Förderung ist unmöglich, die Schwächeren bleiben auf der Strecke – was unter der Hand gesagt von Lehrern auch nicht immer bedauert wird, da so zumindest in den nachfolgenden Jahren die Klasse wieder kleiner wird.

Ich finde es zutiefst beschämend, dass dem Schulministerium in NRW diese Bedingungen anscheinend egal sind. Kinder sind das Kapital einer Gesellschaft. Wer damit leichtfertig umgeht, hat keine Berechtigung, weiterhin politische Entscheidungen treffen zu dürfen.

One Reply to “Ab 30 aufwärts”

  1. Und das wo doch alle Welt davon spricht das es immer weniger Kinder gibt? Aber mehr Lehrer kosten ja wieder mehr Geld, und das steckt man hier zu lande lieber in Parkbänke, sinnlose Kunstobjekte und protzige Verwaltungsbauten. Oder so…

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren