Kleine Ausbeuter

Kleine Ausbeuter

Es kann gut sein, dass wir uns morgens vorm dem Spiegel nie die Frage stellen. was wir später mal unseren Kindern antworten werden, wenn sie uns fragen. Fragen, ob wir es nicht gewusst haben, warum da, wo wir eingekauft haben, alles so schön günstig gewesen ist. Uns hätte doch klar sein müssen, woran gespart wird.

Morgens, vor dem Spiegel. Meistens sind wir zu müde, uns diese Frage selber zu stellen. Möglich auch, dass wir keine Kinder haben, denen wir uns gegenüber zu verantworten haben. Schlimmer noch wäre es, wenn es uns einfach egal wäre. Im Hier und Jetzt leben, nach uns die Sinnflut. Oder lässt uns die eigene finanzielle Situation keine Wahl?

Dennoch: Es gibt Alternativen bei den Discounter. Niemand wird also gezwungen, bei Lidl oder Schlecker einzukaufen – dass die Drogerie-Kette ähnlich mit Mittarbeitern wie Lidl umgeht, dürfte kein Geheimnis sein.

Letztendlich trägt jeder von uns, ob er es wahrhaben will oder nicht, mit dazu bei. Jeder bestimmt durch sein eigenes Einkaufsverhalten mit, ob wir als Gesellschaft Ausbeutung und Überwachung hinnehmen oder nicht.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren