Wer die Wahl hat

Wer die Wahl hat

Einer Legende nach liegt der Ursprung der einzelnen Volksstämmen in Deutschland in einer großen Sturmflut. Diese soll, so erzählt man sich, vor sehr langer zeit, als Deutschland noch nicht so hieß, vom Norden her über das Land gekommen sein. Sie war so stark, dass ihre Ausläufer bis zu den Alpen reichten.

Damals konnten sich nur die stärksten und klügsten Menschen im Norden halten, alle anderen wurden mitgerissen. Wer noch kraft hatte, fand irgendwo eine Möglichkeit, sich festzuhalten. Die schwächsten sind dann bis in die Berge getrieben. Aus ihnen wurden dann, na ja, die Bayern halt.

Aber wie gesagt, das ganze ist nur ein Mythos. Das sich die klügsten im Norden gehalten haben, darf auch nach dem vergangenen Wochenende wieder in frage gestellt werden. Denn wenn in Hamburg nur die klügsten Menschen leben würden, hätte Ole von Beust ganz klar abgewählt werden müssen. Das Wahlergebnis lässt sich so aber nichtmal mit den vielen Zugezogenen erklären.

Und wer hat noch Schuld? Bestimmt auch noch Genosse Kurt, mit seiner grandiosen Aussage, man könnte doch, eventuell, sich in Hessen von den Schmudelkindern heimlich mitwählen lassen. Bärendienst nennt man glaube ich so was, was er da dem Herrn Naumann erwiesen hat.

Nun steht zwar fest, dass in Hamburg die Karten neu gemischt wurden, aber noch ist nicht ganz klar, wer das Spiel machen wird. Sicher, die CDU stellt wieder den Bürgermeister – es fragt sich aber, wen sie noch mit ins Boot nimmt. Ausgeschlossen sein dürfte da wohl nur die Linkspartei, denn ganz so behobst wie die SPD derzeit sind die Schwarzen nun auch wieder nicht.

One Reply to “Wer die Wahl hat”

  1. Also ich persönlich wäre ja mal für ein Experiment in Sachen Schwarz/Grün, schauen wir mal. So lange sie wenigstens in der Lage sind eine Regierung zu bilden, sind sie immerhin einen riesen Schritt weiter als in Hessen. ;)

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren