Hamlet und der Datenschutz

Der Tag heute begann wieder mit so einer Meldung, die meinen schon lange gehegten Verdacht, dass viele Politiker nur eigennützig handeln, bestätigte. Tief verborgen im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung war etwas über den früheren Bundesinnenminister Otto Schily zu lesen.

Schily, war das nicht der scharfe Hund der SPD, der den biometrischen Reisepass eingeführt hat? Genau der und genau um diesen Pass ging es. Die Schriftstellerin und Rechtswissenschaftlerin Juli Zeh hat Beschwerde gegen dien biometrischen Reisepass beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. So weit, so gut und für sich noch nicht verwunderlich – vielleicht sollte man schon mal pro Forma Verfassungsbeschwerde gegen Schäuble einreichen, aber das iss, trotz des gleichen Amtes, was er nun innehat, ein anderes Thema.

Jedenfalls, so war weiter zu lesen, sitz Genosse Schily im Aufsichtsrat der Biometric Systems AG, welche, so die SZ im Bereich der Grenzkontrolle durch biometrische Erkennung arbeitet. Passt jetzt besser der Spruch „Wes Brot ich es, des Lied ich sing” oder sollten wir lieber mit den Worten von Marcellus „Etwas ist faul im Staate D…” schließen?

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