Das Auge isst man mit

Das Auge isst man mit

In den letzten Tagen vor Weihnachten sollte der Mensch eigentlich zur Ruhe kommen, in sich kehren. Es heißt von der Adventszeit ja nicht ohne Grund, dass sie eine besinnliche Zeit sein soll, auch wenn man Angesichts von zahlreichen Glühweinständen selbst vor entlegenen Baumärkten eher an was anderes als besinnlich denkt.

Bei manchen schleicht sich aber das Gefühl ein, dass gerade im Dezember jemand mit einem dicken Sack voller Probleme vorbeikommt, den er dann heimlich über ahnungslos schlafende ausschütte. Die Opfer wachen dann am nächsten Tag auf und stellen verkatert fest, dass das Jahr viel weniger Tage über hat, als sie noch zum erledigen der ihnen gestellten Aufgaben bräuchten.

Nicht selten führt das dann zu schnell verwesendem Baumschmuck in unverschneiten Wäldern, über den sich allenfalls aasfressende Vögel freuen. Eine der sichersten Methoden, diesem Schicksal zu entgehen, besteht darin, entweder eine lange Winterschlaf zu halten und sich erst im nächsten Jahr mit den Problemen auseinander setzen zu müssen oder aber ganz auf Schlaf zu verzichten, denn dann wird man auch nicht wehrlos Opfer des Sacktäters.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren