Berlin, ein Weihnachtsmärchen – Teil XV

Mittlerweile liefen im Kanzleramt die Vorbereitungen für die letzte Kabinettssitzung in diesem Jahr auf Hochtouren. Geplant war, am Ende das politische Jahr mit einer gemeinsamen Weihnachtsfeier ausklingen zu lassen. Selbstverständlich gehörte dazu auch ein anständiger deutscher Weihnachtsbaum. Angela hatte sich für eine pflegeleichte Nordmanntanne entschieden – nicht wissend, dass dieser Baum ein Spätaussiedler aus dem Kaukasus war.

Für die staatliche Tanne fehlt auf jeden Fall noch ein passender Schmuck. Vielleicht dieses Jahr etwas außergewöhnliches? Ein Krippe unter dem Baum mit aus Hartz-IV- Empfängern bestehenden Darstellern? Aber die meisten bekamen ja „Rücken” wenn es ums arbeiten, insbesondere um stehende Tätigkeiten ging. Also schied diese Idee schon mal aus.

Aus Paris gab es den Trend, sich in der Weihnachtszeit mit lybischen Terroristen zu schmücken. So ein Kamelhaarumhang hatte tatsächlich auch was weihnachtliches. Fakt war wohl auch, dass Kamele auch unter dem erweiterten Sortiment an Krippenfiguren zu finden waren. Was aber Kamele anging, so hatte Angela M. davon fraktionsübergreifend bereits genug.

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