Berlin, ein Weihnachtsmärchen – Teil XIV

Berlin, ein Weihnachtsmärchen – Teil XIV

Im gesamten Regierungsviertel war DAS FOTO Gesprächsthema Nr. 1. In der SPD ging das Gespenst der Angst um, dass Ende der Karriere von Knut könnte auch das Ende der eigenen Regierungsbeteiligung bedeuten. Fett und grau war er geworden. Schon wurden Parolen ausgegeben wie „SPD oder soziale Gerechtigkeit!” – wobei beides ja überhaupt nicht miteinander zu tun hatte.

Aber Knut hatte noch Glück im Unglück. Oettinger konnte ihm bescheinigen, dass er kein Nazi gewesen war und seine Bäreneltern auch nicht für die Erschießung aufständischer Zootiere im Dritten Reich verantwortlich gewesen waren. Der ehemalige Pfleger kam nicht ganz so glimpflich davon, zumindest aber blieb ihm die Möglichkeit, durch Nachmittags-Talkshows zu tingeln , um so seine Gefühlskasse aufzubessern.

Ein anderes Foto, was den Parteivorsitzenden der SPD in einer misslichen Lage zeigt, hatte unterdessen keine weiteren Folgen. Abgesehen davon vielleicht, dass Wolfgang S. daraus an seinem heimischen, von Bundestrojanern garantiert freien, Computer Geschenkpapier bastelte.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren