Berlin, ein Weihnachtsmärchen – Teil VIII

Irgendwo in einem nicht näher genannten Krankenhaus in Berlin wurde in der Zwischenzeit ein gewisser Gerhard S., zumindest sah er ihm ähnlich, mit akuter Amnesie eingeliefert. Das Einzige, was er vor sich hin murmelte, war „Lupenreiner Wodka” und „Gas, Gas!”. Der aus dem Schlaf gerissener Assistenzarzt schloss eine Selbstgefährdung zwar aus, hielt es aber für ratsam, Herrn S. erstmal sicher zu verwahren, bevor er mit Gas noch der Bundesrepublik Schaden zufügen würde.

Ein anderer Herr S. machte es sich gerade in seinem Fernsehsessel, in den er mittlerweile ohne fremde Hilfe wechseln konnte, gemütlich. Vor dem Schlafengehen wollte er sich noch ein paar Überwachungsvideos der Berliner Verkehrsbetriebe ansehen. Erst am nächsten Morgen wollte er sich Gedanken machen, ob und wie er seinen Rollstuhl weihnachtlich dekorieren konnte.

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