Berlin, ein Weihnachtsmärchen – Teil VIII

Berlin, ein Weihnachtsmärchen – Teil VIII

Irgendwo in einem nicht näher genannten Krankenhaus in Berlin wurde in der Zwischenzeit ein gewisser Gerhard S., zumindest sah er ihm ähnlich, mit akuter Amnesie eingeliefert. Das Einzige, was er vor sich hin murmelte, war „Lupenreiner Wodka” und „Gas, Gas!”. Der aus dem Schlaf gerissener Assistenzarzt schloss eine Selbstgefährdung zwar aus, hielt es aber für ratsam, Herrn S. erstmal sicher zu verwahren, bevor er mit Gas noch der Bundesrepublik Schaden zufügen würde.

Ein anderer Herr S. machte es sich gerade in seinem Fernsehsessel, in den er mittlerweile ohne fremde Hilfe wechseln konnte, gemütlich. Vor dem Schlafengehen wollte er sich noch ein paar Überwachungsvideos der Berliner Verkehrsbetriebe ansehen. Erst am nächsten Morgen wollte er sich Gedanken machen, ob und wie er seinen Rollstuhl weihnachtlich dekorieren konnte.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren