Berlin, ein Weihnachtsmärchen – Teil III

Angela legte noch mal Hand an einige bereits verpackte Geschenke und überprüfte die Schleifen. Gut einwickeln, dass konnte sie schon immer. Während sie im mit Steuergeldern geheizten Kanzleramt saß, irrte irgendwo durch die Kälte von Berlin ein gewisser Kurt Beck, der sich verlaufen hatte. Das es soweit gekommen war, hatte er sich selbst zu zuschreiben. War er es doch gewesen, der das Angebot von Klaus Lebensgefährten, ihn nach Hause zu fahren, abgelehnt hatte.

Wie so oft war er ein Opfer seiner Überlegungen geworden. Er war einfach zu sehr darauf bedacht, anderen zu gefallen und sich Gedanken darüber zu machen, was andere über ihn denken und wie er ihnen gefallen könnte. Ein schwuler übergewichtiger Parteivorsitzender ist sicher nicht das, wonach DER BASIS momentan dürstet. Ach ja, Durst. Den hatte er gerade auch. Irgendwo in diesem verdammten Berlin müsste es doch noch was zu trinken geben. Die Sache mit der Freigabe der Ladenöffnungszeiten sollte wohl noch mal überdacht werden. Ein staatliche Vorgabe, dass rund um die Uhr die Läden zu öffnen sein, hätte ja auch was für sich. Und DER BASIS konnte er das mit der Schaffung von Arbeitsplätzen erklären.

Beck schnuppert und stellte sich auf seine Hinterbeine. Es roch nach Glühwein und gebrannten Mandeln.

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