Berlin, ein Weihnachtsmärchen – Teil II

Vorweihnachtszeit bedeutet auch im Kanzleramt ein emsiges Treiben. Brennenden weltweit brennenden Krisenherde sorgen für die entsprechende Stimmung, während Bundeskanzlerin Merkel für die Mitglieder der großen Koalition Geschenke einpackt. Dankbar erinnert sie sich dabei, dass ihr es in diesem Jahr in letzter Minute erspart wurde, auch noch eine Fußball für den Arbeitsminister und Vizekanzler einzupacken. Der Franz, der hat sich nämlich schon vorher von der Bühne verabschiedet.

Ist ja auch verständlich, wenn er die verbleibende Zeit noch nutzen will, um mit seiner Frau diverse Glühweinstände zu besuchen. Dennoch verblieb eine staatliche Zahl an Dingen, die noch verpackt werden wollten. Zumindest die Auswahl des Geschenkpapiers war dieses Jahr wesentlich einfacher, denn Angela M. hatte bereits Wochen vorher ausprobiert, ob ein weihnachtliches rot-orange als Einheitspackpapier passen würde. Zu diesem Zweck hat sie sich extra den Dalai Lama eingeladen, um zu schauen, wie die Farben vor verschiedenen Hintergründen wirken.

Besonders schlecht hätten sie nur zu dem komischen rot-schwarzen Fußball für den Müntefering. Aber das Problem hatte sich ja, erledigt. Nochmals daran denken fiel Angela ein, dass sie noch ein Geschenk nachkaufen musste. Für den neuen Arbeitsminister. Wie hieß er noch gleich? Schulz? Nein. Ach ja, Scholz, wie der ehemalige Boxer. Passte ja eigentlich ganz gut, denn als Arbeitsminister bekam man ab und an schon mal eins auf die Fresse.

Vielleicht sollte sie ihm ein paar Handschuhe oder sogar einen Boxsack schenken, auch wenn das nicht besonders weihnachtlich war.

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