Berlin, ein Weihnachtsmärchen – Teil I

Natürlich sind es nur wilde Spekulationen, ob in Berlin tatsächlich Weihnachten gefeiert wird. Schließlich ist Berlin weit weg von Köln und liegt irgendwo im Osten. Genau betrachtet liegt Berlin ja fast schon in Russland. Bekanntlich wird dort zumindest am 24. Dezember kein Weinachten gefeiert, sondern erst am 6. Januar – was früher sehr praktisch war, da dort gebrauchte deutsche Weihnachtsbäume zu Sonderpreisen verkauft werden konnten.

Wie auch immer. Sollte es in Berlin also wie bei uns Weihnachten gefeiert werden, dann wird es dort mit aller Wahrscheinlichkeit auch in der Vorweihnachtszeit Weihnachtsmärkte geben, denn geschäftstüchtig, dass sind die Berlin wohl. Die schaffen es sogar, mit Graffiti beschmierten Bauschutt als Stücke der ehemaligen Berliner Mauer zu verkaufen. Wenn die nicht so schwer wären, könnten die auch noch als Schmuck für Weihnachtsbäume durchgehen. Vergessen wir aber mal die Mauer, denn wie heißt es so schön: die Mauer in unseren Köpfen ersetzt die Bretter davor.

Weihnachten, also. Weihnachten in Deutschland, vielleicht sogar in Berlin. Weihnachten bedeutet für die meisten erwachsenen Menschen vor allem Stress. Das fängt schon mit all den Besorgungen an, die möglichst vor dem 24. Dezember zu erledigen sind. Berge von Geschenken wollen gekauft und verpackt werden, nur um sie anschließend den gierigen Verwandten zum Fraß vorwerfen zu können. Es verwundert daher wohl nicht, wenn in diesen Tagen auch noch zu später Stunde im Kanzleramt Licht brennt.

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