Boulderdash

Etwas ältere Semester werden sich sicher noch an das Spiel erinnern, bei dem ein kleiner, zu Ungeduld neigender Kerl Felsen verschob und Diamanten einsammelte. Bei ungeschickten Spielern fielen dem Kerlchen schon mal Unmengen Gestein auf den Kopf. Nun, mir sind am Wochenende keine Stein auf den Kopf gefallen (ich habe ja auch keine Diamanten eingesammelt), aber ich fühle mich ein Wenig so, als würde ich unter einem liegen.

Es ist wohl das erste Mal (aber vermutlich nicht das letzte Mal), dass mir bloggen auf Grund körperlicher Einschränkungen weht tut. Der Aktionsradius meiner Hände und Arme ist etwas eingeschränkt – Experten würden von einem fetten Muskelkater sprechen. Zu verdanken habe ich diesen Zustand, und da sind wir dann wieder beim Felsen, einer Sportart namens Bouldern, also dem herumklettern auf Holzwänden, in die Löcher gebohrt und lustige farbige Kunststoffteile angebracht wurden.

Klettern, das kannte ich noch aus meiner Kindheit, sollte mir also nicht so schwer fallen, dachte ich. Allerdings ist die Kindheit schon lange vorbei und das Bouldern sieht nicht nur nicht leicht aus, sondern ist durchaus schwer und anstrengend – zumindest, wenn man gerade damit erst anfängt.

Bei Profis sieht es sehr elegant aus, wobei sich die Eleganz bei mir darin erschöpfte, wie ein nasser Sack auf der Matte zu liegen, weil ich mal wieder zu kurz gegriffen hatte. Aber so schnell gebe ich nicht auf. Zum CHEF, der mit dabei war und sich wackerer geschlagen hatte, meinte ich heute morgen nur: „Wenn ich Typo3 schaffe, dann schaffe ich auch das Bouldern.”

Alles fängt schließlich im Kopf an und ein wenig Fitness schadet mir garantiert nicht. Was mir an dem Sport gefällt, sind mehrere Dinge. Meiner Meinung nach ist klettern eine natürliche, ursprüngliche Bewegungsart, die völlig frei von der Lächerlichkeit eines Fitnessstudios ist. Sehr angenehm ist auch, dass Körper und Geist im Einklang sein müssen, da man sich komplett auf die nächste Bewegung konzentrieren muss. So wird der Kopf beim klettern frei von den Dingen, die einen sonst so beschäftigen.

Wenn es klappt, steht kommenden Donnerstag der nächste Boluder-Termin an. Diesmal allerdings mit getapten Fingern, das verhindert dann auch hässliche Schürfwunden.

Kommentar verfassen