Scheinheilig

Scheinheilig

Eigentlich wollte ich mich zum Thema Free Burma nicht mehr äußern. Aber wenn ich ein Backlink in meinen Kommentaren finde, wo den kritikern der Aktion Scheinheiligkeit vorgeweorfen wird, nun, dann kann ich einfach nicht anders, als noch ein, zwei Takte zum Thema zu ergänzen. Wollt ihr, liebe Aktivisten, wirklich wissen was scheinheilig ist? Scheinheilig sind die, die es in den letzten Monaten für nicht angebracht hielten, zu einem anderen Thema Stellung zu nehmen. Lieber schweigen, wenn man nicht eindeutig schwarz und weiß ausmachen kann. Lieber zu Burma was sagen, weil es dort ja so einfach ist, wer die Bösen sind.

Marco W.? Soll er doch im türkischen Gefängnis verroten, wenn interessiert es denn schon. Dabei hätte ihm eine Aktion nützen können, ganz konkret. Wenn ihr glaubt, mit Free Burma auch nur ein Quentchen erreichen zu können, was hätte dann all eurer Protest erst bei Marco geschafft? Vom Tourismusboykott über viele kleine Dinge, es wäre zumindest dazu gekommen, dass er einen anstänigen Prozess ins Auge sehen würde statt einer nicht enden wollenden Schmierenkömodie.

Ja zeigt nur mit den Fingern auf die Kritiker, werf ihnen Scheinheiligkeit vor. Ist ja auch viel einfach, als sich selbst in Frage stellen zu müssen.

One Reply to “Scheinheilig”

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren