Sprachwahl

Das der „Hexenverbrenner” Joachim Meisner, seines Zeichens Kardinal von Köln (Gott erbarme sich der Domstadt!) nicht erst seit gestern durch, sagen wir mal, ungewöhnliche Äußerungen aufgefallen ist, dürfte bekannt sein. In die bisherigen Ergüsse reiht sich ohne Schwierigkeiten auch die jüngste Äußerung ein, mit der es Meisner nicht nur schafft, gleichauf mit Eva Hermann zu liegen, sondern diese auch noch um ein kleines Stück zu überholen:

Dort, wo die Kultur von der Gottesverehrung abgekoppelt wird, erstarrt der Kultus im Ritualismus und die Kultur entartet. Sie verliert ihre Mitte.

Abgesehen davon, dass die Essenz dieses Zitates wohl sein dürfte, dass echte Kunst nur die ist, die auch gottgefällig ist, (was einem zivilisatorischen Rückschritt um mehr als Hundert Jahre entspricht), fällt ein Wort besonders ins Auge: „entartet”
Im Zusammenhang mit Kunst wurde dies zur Zeit des Nationalsozialismus verwendet. (siehe Wikipedia)

Wenn Meisner ein solches Wort in den Mund nimmt, sagt dies sehr viel über seine Geisteshaltung aus. Unterbleibt eine Maßregelung seitens der katholischen Kirche, dann zeigt das um so mehr, welche Position abseits von Folkloreveranstaltungen wie Kirchentage und Weltjugendtage wirklich vertreten wird.

Lediglich ein positiver Aspekt lässt sich dem Ganzen abgewinnen: das Zölibat dient wohl vor allem dazu, dass Leute wie Herr Meinser keine Kinder kriegen, denenn sie ihren gefährlichen Unfug eintrichtern können.

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