Blaue Drachen

Nach etwas über 60 Spielstunden kann ich die insgesamt drei DVD‘s wieder zurück packen und mir überlegen, was tatsächlich vom Spiel Blue Dragon haften geblieben ist. Sicher es war eine nette, wenn auch sehr gradlinige Story, aber für Liebhaber japanischer Rollenspieler, für Figuren mit großen Kulleraugen, sicher solide Kost.

Ich will auch gar nicht erst bestreiten, dass mir Blue Dragon gefallen hat. Im Nachhinein ärgere ich mich aber dennoch über das Spiel. Wie die meisten Spiele dieses Umfangs fehlt natürlich der Wiederspielwert. Nur die allerwenigsten dürfte hingehen und das Spiel noch mal von vorn anfangen. Daher könnte ich vor Wut wirklich ins Gamepad beißen, denn nach all den Spielstunden, nach dem hochleveln der Charakter auf Stufe 60 und einem zwei Stunden dauernden Endkampf gab es gerade mal 70 von möglichen 1000 Punkten für meinen XBox 360 Gamerscore.

Die restlichen 930 Punkte gibt es nur, wenn man das Spiel noch mal angeht und sehr monotone Dinge erledigt. Zum Teil sind auch die Erfolge in der Übersicht als geheim deklariert, so dass nichtmal klar ist, wie sich die Punkte freispielen lassen. Ich bin sicher nicht jemand, der unbedingt auf seinen Gamerscore schielt. Zudem haben Nadine und ich sehr aufmerksam gespielt und wirklich alles erkundet – offensichtlich wohl aber nicht genug.

Meiner Auffassung nach sollte es bei normaler Spielweise (Nadine und ich gehören bei Rollenspielen sogar zu denjenigen, die da über dem Durchschnitt liegen) möglich sein, auf 500 Punkte zu kommen. Alles andere ist einfach nur unverschämt. Daher bekommt Blue Dragon von mir, trotz netter Story, eine rote Karte – so nicht!

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