iMac im Oberflächentest

iMac im Oberflächentest

Zumindest in der Provinzstadt Bielefeld sind gestern im Fachhandel die neuen iMacs gelandet. Die Verarbeitung des Gehäuses vermittelt eine Gefühl von Luxus. Es wirkt nicht nur hochwertiger als das der alten Geräte, es ist es auch tatsächlich. Das neue Display hinterlässt einen gemischten Einruck. Die Zweifel an der Entscheidung von Apple, eine hochglänzende Oberfläche wirklich sinnvoll ist, lassen sich auch nicht mit dem beigefügten schwarzen Microfasertuch wegwischen.

Sicher, das Display ist robust und krazfest. Dafür spiegelt sich die Umgebung so stark darin, dass ein längeres arbeiten am Gerät nicht wirklich möglich ist. Die Ausleuchtung ist, zumindest bei den Ausstellungsgeräten, eher im unteren Bereich angesiedelt. Ungleichmäßig wechseln sich helle und dunkle Stellen ab.

Auch die Tatstatur sieht nur schick aus. Die flachen Tasten, die schon vom MacBook Pro bekannt sind, lassen ein eindeutiges Druckgefühl vermissen. Es ist davon auszugehen, dass längeres schreiben deutlich anstrengender damit werden wird. Der Eindruck, den Tatstatur und Display insgesamt hinterlassen, bringt die Frage auf, ob der neue iMac überhaupt normgerecht ist.

Ich für meinen Teil bezweifle, dass eine Verwendung in Büros überhaupt zulässig ist. Aber abgesehen von solchen rechtlichen Fragen entsteht der Eindruck, dass Apple seine Produkte derzeit nicht zu Ende denkt.

Am Rande erwähnt sei, dass sich die neue Tatstatur auch einzeln, zum Beispiel für den sich nach wie vor im Programm befindlichen Mac mini, erwerben lässt. Sie bietet aber für einen deutlich höheren Preis weniger (selbst der Apfel auf der Command-Taste fehlt).

Wer derzeit unbedingt einen neuen Rechner von Apple benötigt, der sollte derzeit statt eines iMacs lieber den schwächeren, aber deutlich durchdachteren Mac mini kaufen. Daran lässt sich dann ein frei wählbarer Bildschirm anschließen. Mit etwas Glück hat der Händler vor Ort sogar noch Restbestände der alten, deutlich besseren Tastatur.

3 Replies to “iMac im Oberflächentest”

  1. Das Ding ist ja aus Aluminium!?

    Wollte Apple nicht unbedingt umweltfreundlicher werden? Meines Wissens ist die Herstellung von Aluminium immer noch eine der größten Umweltsauereien. Es entstehen erhebliche Mengen giftigen Rotschlamms, 30% wenn ich mich nicht recht irre und der Energieverbrauch für die Elektrolyse is t auch nicht ohne. Und irgendwo her muß ja auch der Bauxit kommen, der meines Wissens im Tagebau ähnlich wie Braunkohle gewonnen wird.

    Das kann das geringe Gewicht und die leichte Recyclebarkeit meines Erachtens nicht aufwiegen.

    Neenee, Apple, in den letzten 2 Jahren kommt eine Enttäuschung auf die andere.

  2. Kleine Korrektur zur Beschreibung der neuen Tastatur.
    Das die Tastatur, die gleiche ist, wie sie beim MacBook Pro zu finden ist, stimmt nicht. Die neue Tastatur entspricht der des MacBooks.

  3. Bin auch mal sehr gespannt auf die neue Tastatur. Am MacBook find ich sie ja herrlich.
    Die Sache mit dem Monitor seh ich auch mit gemischten Gefühlen. Ne Glasscheibe ist ja klasse, aber dass das Teil nun unbedingt glänzen muss? Vor allem hat mich irritiert, dass dies angeblich auf vielfachen Kundenwunsch geschehen sei. Wer zur Hölle würde das bei einem Gerät dieser Größe wollen?

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren