Bielefeld unter Wasser

Es gib ja Menschen in einem gewissen Alter, die Gerade zum Wochenende hin feucht-fröhliche Abende erleben. Ein solche hatte ich gestern auch – allerdings war kein Alkohol im Spiel, sonder eine Unmenge an Regenwasser. Und von fröhlich kann im Grunde auch keine Rede sein, wenn man beim Aussteigen aus der Stadtbahn in 10 cm tiefe reißende Wassermassen gerät.

Mein Regenschirm war beider Menge an Regen, die sich schlagartig über Bielefeld ergossen, auch nur bedingt hilfreich. Innerhalb von drei Minuten von der Haltestelle bis zur Haustür war ich ziemlich nass. Von unten bis oben begossen sozusagen, denn die Harre waren das Einzige, was noch trocken geblieben war.

Ebenfalls komplett nass war meine Notebooktasche. Ein kurzes Luft anhalten: nein, meinem Mac Book Pro ist nichts passiert, denn die Tasche mag zwar nicht besonders modisch aussehen (sie hat sogar etwas von einer Postbotentasche), aber sie ist 100 Prozent wasserdicht. Auch wenn das jetzt unbezahlte Werbung ist, so sei doch angemerkt, dass die Produkte der Firma Ortlieb in dieser Hinsicht absolut zuverlässig sind. Vor Jahren ist mir das auch schon bei einer Fahrradtour durch Schottland aufgefallen. In einer Zeit, wo es viele Anlässe gibt, sich über mangelnde Qualität bei Produkten auszulassen (ich tippe hier gerade an einem), erfreut es, wenn es solche Hersteller gibt.

Zurück aber zum Unwetter in Bielefeld. Von den Wassermassen war nach ein paar Minuten dann nichts mehr zu sehen. Versickert bzw. in der Kanalisation verschwunden. In dieser Hinsicht hat Bielefeld durchaus Vorteile.

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