Auf dem Weg zum Streik

Auf dem Weg zum Streik

In der Süddeutschen Zeitung von gestern gab es einen sehr süffisanten Kommentar zum kommenden Streik der Gewerkschaft der Lokführer (GDL). Seitens der GDL wurde ja großspurig verkündet, dass 95,8 Prozent ihrer Mitglieder für den Streik gestimmt hätten. Ganze 8375 Stimmen waren es, die für einen Streik votiert haben.

Das macht, wie in der SZ vorgerechnet wird, bei einer Gesamtzahl von 229 200 Mitarbeitern im Bahn-Konzern einen sagenhaften Anteil von 3,65 Prozent der Mitarbeiter, die dafür sind, das Unternehmen zu ruinieren, ähm zu bestreiken. Das zeigt, dass die GDL nicht nur in Bezug auf ihre Forderung nach einer Lohnerhöhung von mehr als 30 Prozent en Boden der Realität längst verlassen hat.

3 Replies to “Auf dem Weg zum Streik”

  1. ähm? – und wieder regen sich alle über die ‚30%‘ auf…
    Drehen wir den Spiess mal um:
    Als Hartzler hatte ich ~300€ (ein Teil wurde mir ‚gestrichen‘ da mein Vermieter mir einen alten Schrank in die Bude gestellt hatte – das zählte als geldwerter Vorteil, da ich diesen Schrank ja nicht zahlen brauchte! *lol*!). Von diesem Rest musste ich Essen, Strom, etc zahlen.
    Es wird sicher keiner bestreiten, dass da 30%, wenn nicht gar 50%!, mehr einem menschenwürdigen Leben etwas nähergekommen wäre.
    Worauf ich hinaus will: es kommt nicht drauf an ‚wieviele Prozent mehr‘ sondern ‚wieviele Prozent wovon‘.
    Bei Zugrundelegung von ~1500netto hab ich nix gegen eine Erhöhung des Gehaltes. Aber: Ich habe was gegen die Art, wie dieser Arbeitskampf geführt wird.
    … theoretisch könnte ich die GDL verklagen, da sie mir aufgrund der unsicheren Reiselage Besuche im Süden des Landes versaut hat!

    Naja, wie sagte ein waiser Keiser: „Schaun wer mal!“

    JB

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren