Immerhin ein Anfang

Es hätte ein ganz normaler Mord sein können. Einfache Beweise, ein Verdächtiger, Vorverurteilungen in der Presse, das Urteil, anschließendes wegschließen und Übergang zum Tagesgeschäft.
Aus dem staubigen Boden des Olivenhains ragte die Hand. Sie schaute ein wenig drein, als ob sie winken wollte. Wäre da nicht ein merkwürdiger Geruch und der Eindruck, dass sie nicht ganz ins Bild passt, würde sich wahrscheinlich niemand weiter stören.

Allein, der Geruch könnte auch von einer toten Katze stammen oder von anderweitig überfahrenen Tieren. Nur das durch den Olivenhain keine Straße führet, auf der sich Viehzeug platt fahren ließe.

Wa Inspektor Pastoni aber wirklich verstörte, war der nicht vorhanden Rest des zur Hand gehörende Körpers und die in einem Baum hängende Leiche, die zwar über beide Hände verfügte, aber deren Fingerabdrücke absolut identisch mit der einzelnen Hand waren, was Pastoni aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wissen konnte. Er hatte ein beunruhigendes Gefühl in der Magengegend, das nicht vom hastigen Frühstück rührte.
Die einzelne Hand gehörte zu Leiche, Verwechselung ausgeschlossen, wie sich noch zeigen würde.

Statt an diesem Sonntag wie üblich seine Frau in der Kirche zu wissen, während er sich mit Kollegen besoff oder e mit irgendeiner anderen Trieb, so lange sie hübscher, jünger war, stand er im Olivenhain und schwitze sich den Rest Verstand aus dem Leib. Spurensuche. Schade , das es niemand hab, den er verhaften konnte, um zumindest noch den Rest vom Sonntag zu retten.

Für jeden gibt es einen Wendepunkt im Leben, und sei es er unmittelbar vor dem Tod oder kurz danach. Für die Hand gab es ihn, als der Inspektor in die Hocke ging, die Hand aus dem Boden vollständig herauszog und umdreht.

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