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Gestern haben ARD und ZDF beschlossen, erstmal vorläufig die Dauerwerbesendung für leistungssteigernde Medikamente zu unterbrechen. Sie sei, so wir mehrfach berichtet, enttäuscht darüber, dass immer die gleiche Dopingmittel verwendet würden, obwohl doch gerade mit den deutschen Teams vereinbart worden sei, neue, unauffälligere Mittel zu verwenden.

Aber mal im Ernst. Ich bin der Meinung, dass sich nur was ändert, wenn Drohungen keine leeren Versprechungen bleiben, sondern auch Konsequenzen folgen. Die einzige Alternative dazu wäre nur die völlige Freigabe, die Legalisierung des Dopings. Wer das nicht will, de muss mit aller Entschiedenheit das Doping unterbinden. Der Schritt der öffentlich-rechtlichen Sender, vorerst die Übertragung der Tour de France zu unterbrechen, wirkt sicher nicht ohne Wirkung bleiben.

Auf den ersten Blick scheint es so, dass einige Teams dadurch endlich zum Handeln gezwungen werden. ES sei aber dahingestellt, ob ein Rückzug aus dem Radsport der richtige Schritt ist, frei nach dem Motto: Wir können nur mit Dopingsubstanzen Erfolge erzielen, wenn wir die nicht mehr verwenden dürfen, dann lasen wir den Sport ganz fallen. Wenn dem wirklich so ist, solle geprüft werden, ob die Strecke der Tour de France wirklich dem entspricht, was menschlich ohne Hilfsmittel leistbar ist oder nicht. Zu befürchten ist auch, dass durch en Rückzug einiger Sponsoren der gesamte Radsport zusammenbrechen könnte. Wenn nicht das, so wird es zumindest in den nächsten Jahren wohlmöglich keine deutschen Teams mehr am Start geben.

Auf einem ganz anderen Blatt steht, dass unter Fans des Radsports längst nicht mehr die Übertragung bei ARD und ZDF das Maß aller Dinge sind, denn sie schauen sich die Tour de France, so fern sie nicht selber vor Ort sind, bei Eurosport an. Dort wird auch nach dem gestrigen Tag weiterhin von der Tour berichtet.

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