Wer hat Schuld am Wetter?

Während Teile Englands bei rund 10 Grad im Dauerregen absaufen, flimmert über Südeuropa eine Hitzewelle mit Werten von bis zu 46 Grad. So betrachtet haben wir es hier in Deutschland eigentlich noch ganz gut getroffen. Nur ab und zu Regen, dazwischen das Versprechen von Sonnenschein bei launischen 16 Grad. Es gibt, wie erwähnt, schlimmeres.

Meteorologen und Klimaexperten sehen die Ursachen für dieses Wetter im sich vollziehenden Klimawandel – und liegen dabei völlig falsch. Schuld an der Misere ist der deutsche Einzelhandel. Das klingt zwar für den ersten Moment völlig unglaublich, bei längerem nachdenken darüber offenbart sich jedoch die dahinter stehende Wetterverschwörung.

Seit Jahren wurde der saisonelle Abverkauf von Waren, bei der es sich in der Regel um Restbestände oder billige Sonderanfertigungen handelt, immer weiter nach vorne verschoben. Letztendlich erfolgt sogar eine völlig Freigabe durch den Gesetzgeber, der sich damit mitschuldig an der Wetterkatastrophe gemacht hat.

Dieser letzten verregneten Tage im Juni, die abgelöst werden von einem ebenso trübseligen Juli sind das direkte Ergebnis des so genannten „Sommerschlußverkauf”. Schon allein der der Name verrät, worum es dem Einzelhandel wirklich geht. Ein Schlußverkauf findet dann statt, wenn etwas zu Ende geht. In diesem Fall ist es der Sommer. Rein kalendarisch hat er zwar gerade erst begonnen, aber durch den rituellen Sommerschlußverkauf werden die dunklen Regenwolken beschworen.

Entwickelt wurde das bis heute nicht in allen Einzelheiten bekannte rituelle von Regenmännern aus dem Amazonasgebiet, die 1962 den Auftrag von Johann Hades, einem Kaufmann aus Köln dazu bekamen. Zusammen mit seinem Logenbrüdern gründete er die düstere Tradition des Sommerschlußverkaufes. Bereits acht Jahre zuvor hatte ein Einzelhändler aus Steinhagen nach einer Arktis-Expedition den Schneeflockentanz der Inuit mitgebracht, auf dem der Winterschlußverkauf basiert.

Unbestätigten Gerüchten zu Folge wurde der Sommerschlußverkauf in den Anfangsjahren unterstützt durch die Landwirte, die am nach einer Serie von Missernten ihr Bündnis mit dem deutschen Einzelhandel aufkündigten. Sicheres Zeichen dafür ist der rapide Preisverfall (inflationsbereinigte gemessen an den derzeitigen Preisen) bei Produkten wie Milch und Fleisch.

Der Durchschnittsdeutsche stellt sich jetzt natürlich die Frage, was er gegen diese Manipulation des Wetters tun kann. Ist es eventuell schon zu spät? Helfen könnte uns allen nur ein massiver Boykott des Sommerschlußverkaufes. Die der Tarnung und der Finanzierung des Rituals dienenden Sonderverkäufe müssen ab sofort ignoriert werden. Es empfiehlt sich auch, durch gezielte Umtauschaktion von Ware, die zum regulären Preis gekauft wurde, den Einzelhandel zu verwirren und handlungsunfähig zu machen.

Denken wir immer daran: Der Kampf um besseres Wetter entscheidet sich an der Ladenkasse!

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