Eindrücke aus Irland, Teil III

Eindrücke aus Irland, Teil III

Es ist sicher nur ein persönlicher Eindruck und es wäre auch sicher zumindest aus meiner Sicht falsch, die Öffnungszeiten der Geschäfte in Irland als beeindruckend zu beschreiben. Fakt ist auf jeden Fall, dass nicht wenige Läden, insbesondere Supermärkte wie Tesco, an gerade mal zwei Tagen im Jahr geschlossen haben. Die ganze restliche Zeit über haben sie rund um die Uhr geöffnet.

Angesprochen darauf, ob das wirklich nötig sei, erhielt ich von Einheimischen zwar das Eingeständnis, dass sie selber niemals auf die Idee kommen würden, mitten in der Nacht dort einzukaufen, sie aber auch kein Problem darin sahen, dass Geschäfte trotzdem um diese Zeit auf sind. Lapidare Antwort in Bezug auf das Personal: Die müssten schließlich nachts die Regale auffüllen, da könnten sie dann auch gleich die Türen auflassen, damit Kunden die Gelegenheit zum einkaufen haben.

Mhm, ich bin mir nicht sicher, ob bei uns in Deutschland tatsächlich nachts die Regale aufgefüllt werden. Es würde aber erklären, warum ich bei unserem real,- um die Ecke immer vor ausgeräumten Regalen stehe, wenn ich tagsüber einkaufe.

Bleiben wir aber noch einen Moment in den Supermärkten auf der grünen Insel. Das dortige Angebot ist feststellbar anders als bei uns. Nicht nur, dass der gute alte Kapitän Iglo und die gesamte Marke dort Birds Eye heißt, Getränke in Dosen in Unmenge noch vorhanden sind (ja, das gab es auch mal bei uns vor langer, langer Zeit), nein es gibt auch noch „kulinarische” Spezialitäten, die sich bei uns so nicht finden lassen. So gibt es dort Baconscheiben in beindruckender Dicke (grob geschätzt etwa 2 cm dick), ein fantastisches Bier aus Äpfeln (Cider von Bulmers) und leider auch Shepards Pie, den DER CHEF und ich probiert haben.

Der schmeckte ganz anders als das, was wir uns mittels unseres Lieblingsrezeptes zu Hause selber kochen. Der Hauptbestandteil des Fertiggerichtes aus dem Supermarkt in Irland führte noch mal ganz klar vor Augen, warum das Gericht Shepards Pie heißt: Grundlage ist nämlich nicht Rindfleisch wie bei uns, sondern… – genau, und daran muss man sich erstmal gewöhnen.

4 Replies to “Eindrücke aus Irland, Teil III”

  1. Natürlich nicht. Auch das gibt es in Dosen – wobei diese den Flaschen überlegen sind, da die Dosen eine Kugel mit Stickstoff enthalten. Diese platzt beim öffnen auf – so schmeck das Guinness aus der Dose wie frisch gezapft :-)

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren