Gott in Frankreich

Bisher habe ich mich ja in Bezug auf die Wahlen in Frankreich in Schweigen gehüllt. Ganz persönlich fand ich es bedauerlich, dass diese Frau nicht gewählt wurde. Wie hieß sie noch gleich? So schnell werden die Namen der Verlierer wieder vergessen. Oder kennt noch jemand Björn Engholm?

Wie dem auch sei, nach den aktuellen Ereignissen ist es fraglich, ob sich die Franzosen tatsächlich einen Gefallen damit getan haben, Nicolas Sarkozy zum Präsidenten gewählt zu haben. Der hat sich nämlich, so ist zu vernehmen, unmittelbar nach der Wahl von einem Großindustriellen aushalten lassen und einen Yacht-Kurzurlaub nach dem Wahlsieg genossen. Ein weiteres prekäres Detail: der großzügige Spender wurde mit Regierungsaufträgen bedacht. Wohlwollend ließe sich das unter dem Motto „Eine Hand wäscht die andere” verbuchen. Streng genommen ist es aber Korruption.

In seiner Selbstherrlichkeit wirkt Sarkozy wie Gott und Napoleon in einer Person. Aber seien wir mal ehrlich: das war doch nun wirklich zu erwarten. Bereits als Innenminister hat er gezeigt, wo er politisch steht und was er von den Einwandern in den Elendsvierteln hält.

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