Professionell am Ende

Professionell am Ende

Wie schnell ein Monat um ist, kann ich immer daran messen, wie viele Zeitschriften ich noch nicht vollständig gelesen habe. Der Nachschub bildet dann mit dem vergangen Ausgaben einen ansehnlichen Stapel. Für das Durchlesen der aktuellen Internet Professionell werde ich aber jetzt Zeit haben – viel Zeit. Um genau zu sein, zu viel Zeit. Denn es wird keine weitere Ausgabe der Zeitschrift geben.

Der Geldgeber, eine private Enquete Gesellschaft, hat beschlossen, das Heft einzustellen und den Verlag zu schließen. Betroffen ist neben der Internet Professionell auch die PC Professionell.

Mein Mitgefühl gilt dem gesamten Redaktionsteam, welches Monat für Monat hervorragende Arbeit geleistet hat um Themen rund um das Internet in entschleunigter Form zu Papier zu bringen. Gerade das habe ich immer wieder genossen, da ich so in aller Ruhe Sachen nachlesen konnte, für die Sonst das Netzt zu hektisch ist. Für mich war die Internet Professionell in den vielen Jahren, die ich mich schon mit dem Internet beschäftige, ein wichtiges Begleit- und Nachschlagewerk, dass ich schmerzlich vermissen werde. Eine Alternative zu dieser Zeitschrift gibt es derzeit nicht, denn das Internet Magazin ist meiner Meinung nach eher eine Zeitschrift für Hobbyisten als für Menschen, die sich mit dem Medium Internet ernsthaft beruflich beschäftigen.

Adieu, Internet Professionell und vielen Dank!

4 Replies to “Professionell am Ende”

  1. ich fand die nicht so berauschend. ich finde aber eh die meisten internet/pc/… zeitschriften ziemlich austauschbar. überall die gleichen berichte, die gleichen reisserischen schlagzeilen und auf jeder Coverseite „10 geheime Downloadtipps“ und dann gibt es im Heft ein Review zu allofmp3. Zwei Magazine weniger werden wohl kaum jemand auffallen.

  2. Hallo!

    Wir hatten die PC Pro als Abo und die ist nach einem perfekten Remake nurn auch futsch.

    Ich finde es enttäuschend dass so ein Verlag denkt er müsse in Deutschland die guten Hefte vernichten.

    Ich wünsche auch den Redakteuren alles gute für die Zukunft und einen guten Start bei PC Magazin!

    Danny

  3. Ich bin extrem übrrascht, dass es gerade diesem Verlag offenbar nicht so gut geht, dass er eine solch krasse Entscheidung trifft. Gibt es denn News, wie es da weitergehen wird? Ich muss sagen, dass ich mehr die ‚PC Pro‘ gelesen habe und ich muss auch sagen, dass mir die allzu unkritische Freundlichkeit gegenüber dem WINTEL Haufen manchmal auf den Senkel ging. Andrerseits kann ich Deine Worte nur unterstreichen und muss sagen, dass die ‚Internet Pro‘ im deutschsprachign Raum eine dicke Lücke hinterlässt. Hmm, scheinbar haben es die Printmedien nicht nur bei den Tageszeitungen schwer, gegen die allmächtige Online-Welt anzustinken. Ich finde es aber insgesamt auch schade, dass mit diesen zwei Titeln die Vielfalt im Segment PC/Internet- Zeitschriften einmal mehr bestrichen wird.

    Ich sende viele liebe Grüsse und einen schönen Tag :-) .. Ciao, Markus

  4. Nochmal ich :-). In den letzten Jahren bin ich ebenfalls mehr und mehr dahin gekommen, dass ich meine Informationen ‚aus der Branche‘ Online zu beziehen. Ich bin wie Du der Meinung, dass da manches aufgebauscht wird und ‚ungut schnelllebig‘ ist. Manches wäre früher nicht einmal eine richtige Meldung gewesen. Heute wird aus solch einem Nichs manchmal sogar ein Hype.

    Dennoch .. man kann die Uhren nicht anhalten und ich lese meist ohnehin engischsprachige Quellen. Auch deshalb habe ich wohl vollkommen verpasst, dass der Ziff-Davis Verlag sich von seinem Engagement in Deutschland getrennt hat. Was mich wundert ist, dass sich offenbar niemand wirklich für die Online-Portale interessiert. Immerhin – ich denke jetzt mal wie ein BWL’er – sind doch ‚die Brands‘ gut eingeführt und beleumundet. Da müsste doch was gehen…….

    Das alles ist reichlich komisch. Oder waren sie wieder da, die Finanzinvestoren, die nur daran interessiert sind, kurzfristig Gewinne zu machen (der Verkauf der Anzeigenkundendatenbank)? Hmm, Fragen über Fragen……

    Nochmals LG. Ciao, Markus

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren