Ausnahmen beim Rauchverbot

Diese unsägliche Schacherei beim Rauchverbot, die Schaffung von immer neuen Ausnahmen bevor das Gesetz zum Schutz vor nachweislich tödlichem Tabakkonsum, lässt einem keine andere Wahl, als am Verstand der Politiker zu zweifeln. Wobei es noch eine andere Ursache für die Wischi-Waschi-Politik gibt. Alternativ wäre es demnach keine Sache von mangelndem Verstand, sondern von hohen Summe, die eifrige Lobbyisten in die Taschen von Entscheidungsträger transferieren.

Denn im Grunde ist es ganz einfach: Ein bisschen Nichtraucherschutz ist genauso wenig möglich wie ein bisschen schwanger. Entweder ganz oder gar nicht. Der derzeitige Kompromiss aus den Verhandlungen der Ministerpräsidenten ist nur ein fauler Kompromiss. Es wäre wohl ehrlicher, einfach einzugestehen, dass einem die Kohle und vielleicht so gar die eigene Zigarette lieber ist als der Gesundheitsschutz (gab es nicht irgendwo in einem sehr selten beachteten Papier so was wie ein recht auf körperliche Unversertheit?).

Auf die Rücksichtnahme der Raucher zu setzen ist ähnlich, wie beim Sex durch aufpassen verhüten zu wollen. Kleines Detail am Rande: Insbesondere für Schwangere und ihre ungeboren Kinder stellt der blaue Dunst eine erhebliche gesundheitliche Gefährdung dar.

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