Ausnahmen beim Rauchverbot

Ausnahmen beim Rauchverbot

Diese unsägliche Schacherei beim Rauchverbot, die Schaffung von immer neuen Ausnahmen bevor das Gesetz zum Schutz vor nachweislich tödlichem Tabakkonsum, lässt einem keine andere Wahl, als am Verstand der Politiker zu zweifeln. Wobei es noch eine andere Ursache für die Wischi-Waschi-Politik gibt. Alternativ wäre es demnach keine Sache von mangelndem Verstand, sondern von hohen Summe, die eifrige Lobbyisten in die Taschen von Entscheidungsträger transferieren.

Denn im Grunde ist es ganz einfach: Ein bisschen Nichtraucherschutz ist genauso wenig möglich wie ein bisschen schwanger. Entweder ganz oder gar nicht. Der derzeitige Kompromiss aus den Verhandlungen der Ministerpräsidenten ist nur ein fauler Kompromiss. Es wäre wohl ehrlicher, einfach einzugestehen, dass einem die Kohle und vielleicht so gar die eigene Zigarette lieber ist als der Gesundheitsschutz (gab es nicht irgendwo in einem sehr selten beachteten Papier so was wie ein recht auf körperliche Unversertheit?).

Auf die Rücksichtnahme der Raucher zu setzen ist ähnlich, wie beim Sex durch aufpassen verhüten zu wollen. Kleines Detail am Rande: Insbesondere für Schwangere und ihre ungeboren Kinder stellt der blaue Dunst eine erhebliche gesundheitliche Gefährdung dar.

3 Replies to “Ausnahmen beim Rauchverbot”

  1. Naja, ich bin selber ehemaliger Raucher (10 Jahre). Und jetzt seit über einem Jahr ohne Probleme clean.
    Aber ich finde das ganze sehr übertrieben das mit den Rauchern. Über den ganzen Alkohol konsum sagt auch keiner was und das schädigt ANDERE Menschen in der Umgebung auch. Und, meistens einiges schlimmer als das Rauchen…da der Rauch duch die heutige Industrie und Autos auch in die Lungen kommt ABER wenn einer unter Alkohol konsum austickt…sagt keiner was.

  2. „Über den ganzen Alkohol konsum sagt auch keiner was und das schädigt ANDERE Menschen in der Umgebung auch.“

    … jaja, ich finde das auch immer wieder toll: ICH saufe, und der arme Kerl neben mir kriegt dei Leberzirrhose!

    Mal im Ernst Jesse: wenn Du gemeint haben solltest, dass alkoholisierte FAHRER anderen was antun, so hast Du sicherlich Recht, aber das geht dann etwas am Ursache-Wirkung-Prinzip vorbei!

    JBJ

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren