Kindererziehung

Kindererziehung

Ein paar Sätze noch mal zum gestrigen Thema. Ob oder ob es nicht besser wäre, wenn die Kinder in ihren ersten Lebensjahre mit einer festen Bezugsperson aufwachsen, oder ob Krippen sich nicht sogar positiv auf die Entwicklung auswirken, möchte und kann ich nicht beurteilen. Letztendlich ist es auch tatsächlich jeder Familie selber überlassen, wie sie die Erziehung ihrer Kinder organisiert.

Was ich aber nach wie vor entschieden ablehne, sind Aussagen wie diese, dass Frauen besser für die Kindererziehung geeignet sind als Männer. Genau das ist es, was Eva Hermann zum Ausdruck bringt mit ihrem revisionistischen Geschreibsel. Es gibt kein weibliches Gen für Kindererziehung.

Frau Hermann und Bischof Mixa wollen schlicht und einfach das Rad zurückdrehen und die Entscheidungsfreiheit der Frauen beschränken. Dem muss einfach entgegen getreten werden. Ein ganz anderer Punkt es allerdings an dieser Stelle, dass nach wie vor Frauen nicht für gleiche Arbeit und Leistung das gleiche Geld bekommen, dass es für Männer Gleichberechtigung nach wie vor nicht selbstverständlich ist, dass Erziehung und Bildung in Deutschland nach wie vor eine viel zu geringe Bedeutung beigemessen wird.

Wo sind die Väter, die Erziehungsurlaub genommen haben und sich um den Nachwuchs kümmern während die Mütter arbeiten gehen? Sie könnten Frau Hermann so vieles erzählen.

5 Replies to “Kindererziehung”

  1. In Bezug auf Frau Hermann muß ich Dir recht geben, aber Herr Mixa hat sich doch ziemlich deutlich für Wahlfreiheit ausgesprochen. Er möchte lediglich nicht, daß Frauen, die sich dafür entscheiden, daheimzubleiben, dies auch können. Heutzutage geht dies nämlich nicht, z.B. bei Alleinerziehenden oder Wenigverdienern. Diese können sich die teuren Krippenplätze bzw. Tagesmütter schlicht nicht leisten. Und er hat recht, wenn er sagt, das diese betroffenen Familien finanziell gestärkt werden müssen. Das kann man natürlich auch auf den Mann, der zuhause bleiben will erweitern.

    In diesem Zusammenhang war die Diskussion mit Herrn Mixa bei Frau Christiansen sehr aufschlußreich, wenn auch mit Frau Schreinemakers und einem sehr konservativen Kleinindustriellen teilweise Fehlbesetzt…

    :)

    Wann spielen wir wieder Magic?

  2. Dazu fällt mir noch ein Anekdötchen ein…

    Viele Männer aus meinem gar nicht so weiten Umfeld sind sich sogar zu fein, Ihre Kinder ins Bett zu bringen oder des Nachts den Popo aus dem Bett zu schwingen und die kleinen zu versorgen, wenn sie danach rufen.

    Und sie finden noch nicht mal was dabei…

    Was soll das? Männer sind genauso Eltern wie Mütter. Mann Männer gebt mal GAS!!!

  3. Übrigens hat eine benachbarte Mutter (3 Kinder) am Wochenende bei der üblichen Gartenzaundiskussion etwas sehr wichtiges und wahres angemerkt.

    „Ich kann nicht verstehen, wieso alle über Krippenplätze disuktieren, wenn man noch nicht einmal einen garantierten Kindergartenplatz ab 3J. hat, der fußläufig erreichbar ist und wenn wir als Eltern alle 2 Jahre die Grundschule unserer Kinder auf eigene Kosten renovieren / sanieren müssen. Wenn sich 513 Kinder einen 100m² Schulhof teilen müssen, wenn in direkter Nachbarschaft 2 Grundschulen geschlossen werden, trotz sehr hoher Zuzugsquote, wenn im Ruhrgebiet seit Jahren Krippen und Kitas geschlossen werden, weil den Städten die Ausgaben „über den Kopf wachsen“, dann kann ich diese ganze Diskussion nicht verstehen.“

    Recht hat sie…leider.

    Zum Thema Magic… vielleicht am 9., am 10. sind wir beim Hüftgold im Ringlokschuppen…Kinderfrei!!! ;)

    Grüßen an den Chef btw. ich hoffe sie nimmts mir nicht übel…

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren