Vorratsdatenspeicherung

Schon die Bauern im Mittelalter wussten, wenn sie ihre Getreidevorräte für den Winter nicht fachgerecht lagern, ziehen sie Ratten an. Das gleiche gilt auch für die sich wieder in der Diskussion befindliche Speicherung von Daten auf Vorrat – kaum gelagert, werden sie Begehrlichkeiten wecken.

Stellt sich auch die Frage, wozu so eine Speicherung überhaupt gut sein soll. Damit der Staat was in der Hand hat, wenn er einen seiner Bürger verdächtigt? Oder damit er Verdächtigen finden kann, wenn er ihn benötigt?

Auf der anderen Seite ist es zumindest ein Wenig nachvollziehbar, warum unser Rollstuhl-Goebels (Wollt ihr die totale Überwachung?) so hinter den Daten her ist. Wenn auch der letzte Bürger erfasst worden ist, muss nur noch Deutschland eingezäunt und die Regierung durch eine Gefängnisleitung ersetzt werden, denn das wäre die logische Konsequenz nach der pauschalen Kriminalisierung der Bewohner.

Ein wenig ungeschickt sind die Befürworter der Datenspeicherung in der Bundesregierung dabei schon. Wie das Beispiel payback zeigt, ist der Bürger sogar dazu bereit, freiwillig seine Daten herauszugeben, wenn er dafür Rabatte sund Prämien in Aussicht gestellt bekommt. Dabei vertraut er seine Daten nicht mal einer staatlichen Stelle an, sondern einer privaten Firma.

Würde unsere Regierung eine deutschland.CARD einführen, die, vorgezeigt bei jeder auch nur erdenklichen Transaktion von Waren und Dienstleistungen, x Prozent Rabat bei der jährlichen Steuerschuld bringen würde, könnten in kurzer Zeit fast vollständig ohne Protest und sehr kostengünstig die erwünschten Daten zusammengetragen werden.

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