23. Januar
2007

Von wegen Killerspiele

von tboley um 09:03 Uhr

Meiner persönlichen Meinung nach sind 3D / Ego-Shooter bei weitem nicht so schlimm, wie sie Politiker und Presse immer darstellen. Gerade Spiele wie Counter-Strike haben eine festen Rahmen und eine relativ einfachen Aufgabe: Siege über das feindliche Team! Den gleichen festen Rahmen und die selbe Aufgabe haben auch ganz reale Sportarten wie zum Beispiel Fußball. Bisher hat in den letzten Jahren noch niemand ernsthaft gefordert, Fußball zu verbieten, obwohl die Anzahl der Opfer, bei den häufig am Spielende erfolgenden Ausschreitungen alkoholisierter Massen, deutlich höher liegen dürfte.

Aber ich möchte an dieser Stelle nicht noch mehr Öl in das Feuer einer unsinnigen Debatte gießen, sondern das Augenmerk auf ein Gattung Spiel lenken, die wirklich bedenklich ist: Onlinerollenspiele wie zum Beispiel World of Warcraft. Diese Spiel weißt sicher nicht das vermeintlich Gewaltpotential eines Ego-Shooters auf. Vielmehr geht es darum, gemeinsam mit vielen anderen Spielern online Abenteuer zu erleben, neue Gebiete zu entdecken und die vielfältigen Möglichkeiten zu nutzen, seine eigene Spielfigur zu verbessern und ihr eine persönliche Note zu geben. Diese Spielfigur wird zur Repräsentation des Spielers in der virtuellen Welt.

Der Rahmen und die Aufgaben in WoW sind um ein Vielfaches größer und weiter gefasst. Dem Spieler bietet sich eine nahezu grenzenlose virtuelle Welt. Genau dort aber liegt die Gefahr, denn mit zunehmender Spieldauer sinkt beim Spieler das Bedürfnis, sich noch anderen Reizen aus der realen Welt auszusetzen. Wozu noch was anderes neben WoW machen, wenn das Spiel doch so viel bietet?

Für mich ergibt sich daraus folgende These: Je perfekter ein Spiel eine komplexes Welt simuliert, umso grenzenloser die Möglichkeiten sind, desto stärker ist das Suchtpotential eines Spieles. Bei World of Warcraft kommen noch zwei weitere Faktoren mit hinzu:

World of Warcraft lässt sich nicht „mal eben spielen”. Wer es spielt, der läuft Gefahr, dass es für ihn zum Lebensinhalt wird. Einen äußerst lesenswerten Beitrag zum Thema gibt es im Software Guide .

! Anmerkungen, Anregungen oder Kritik? Kommentar unten hinterlassen.
10 Reaktionen zu „Von wegen Killerspiele”
Kommentare
Einen Kommentar hinterlassenkommentieren

Kleine Kommentarhilfe: Die lustigen Köpfe (Gravatare) links neben den Kommentaren gibt es im Austausch für eine eMail-Adresse bei Gravatar.com. Ein paar dieser merkwürdigen HTML-Formatierungen dürften wohl möglich sein, aber bei reichlicher Verwendung externern Links landet der Kommentar in der Moderation.