Ein Hundeleben

Eigentlich würde dieser Artikel nicht in die Kategorie Gesellschaft gehören, sondern müsste unter Alltag einsortiert werden. Wie gesagt, eigentlich. Aber bei den Kategorien drücke ich ab und an mal ein Auge zu – besonders dann, wenn es wie in diesem Fall nicht ganz klar ist, ob es nicht doch ein Thema ist, was über den Alltag hinaus geht. Letztendlich kann jeder für sich entscheiden, wo er den Beitrag an meiner Stelle einsortieren würde.

Aber der Reihe nach. Der Hund meiner Mutter ist vor gut einer Woche auf Grund seines Krebsleidens eingeschläfert worden (ich erspare mir hier die Anmerkungen dazu, was ich von diesem euphemistischen Euthanasiebegriff halte). Meiner Mutter und ihrem Mann ging es danach verständlicherweise nicht ganz so gut, das sie sehr an dem Tier gehangen haben. Ihnen war klar, dass ein neuer Hund so schnell wie möglich her musste.

Nach intensiver Suche und Tierheimen im Umkreis von gut 200 Kilometern sind sie auch fündig geworden (Foto reich ich dann nach, sobald ich eins bekommen habe). Bevor sie den Hund aber adoptieren durften, besichtigte eine Mitarbeiterin des Tierheims das Haus meiner Mutter, um sich davon zu überzeugen, dass es der Hund gut haben würde.

In drei Woche erfolgt dann noch mal ein Kontrollbesuch. Dann wird auch noch mal festgestellt, ob sich das Tier eingelebt hat und zu seinen neuen „Pflegeeltern” passt.

Hunde haben es gut in Deutschland, scheint mir. Ich hätte mir so manches Mal gewünscht, wenn wieder von einem toten oder misshandelten Kind in der Zeitung zu lesen ist, dass Jugendämter die gleiche Sorgfalt hätten walten lassen.

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