Knut

Knut

Wer die Werbung eines schwedischen Möbelhauses vergangen Tage im Fernsehen gesehen hat, der konnte wieder erfahren, dass es wohl in Schweden Brauch ist, Weihnachtsbäume nach den Feiertagen aus dem Fenster zu werfen.

Gut, so mancher hat schon mal das Bedürfnis, ganz andere Dinge aus dem Fenster zu werfen, aber darum soll es hier nicht gehen. Also, warum einen Weihnachtsbaum aus dem Fenster werfen? Nach kurzem Nachdenken beim Frühstück heute morgen lag die Antwort auf der Hand, bzw. wie Tannennadeln auf dem Boden. Wer in einem Mehrfamilienhaus wohnt und den Baum aus dem Fenster wirft, spart sich das Reinigen des Treppenhauses, denn dort hinterlässt der Baum mit ziemlicher Sicherheit eine breite Spur Nadeln.

Beim Wurf aus dem Fenster passiert so was nicht. Nur sollte vorher darauf geachtet werden, dass sich unter dem Fenster niemand aufhält, der vom Baum erschlagen werden könnte.

DER CHEF und ich werde am Wochenende bei Einbruch der Dunkelheit unseren Baum (wird vorher natürlich abgeschmückt) über die Balkonbrüstung stoßen und dann in den Park schleppen, wo es einen zentralen Sammelplatz für ausgediente Weihnachtsbäume gibt.

One Reply to “Knut”

  1. Herr Boley, sie haben es erkannt! Selbiges habe ich in meiner alten 2 Raum Wohnung jedes Jahr mit meinem Bäumchen, den Nachbarn aus der Paterre und einem Glühwein zelebriert. Besonders schön das Gesicht der Passanten, wenn sie erst doof guckten, wenn der Nachbar sagte „Vorsicht bitte, Baum fällt!“. Dann Unglauben, wenn ihnen der olle Baum vor die Füße fiel und durch den Aufprall spontan alle Nadeln verlor. :) Immerhin flog er aus Stock 3!

    Heute ist es zwar weniger kultig, aber dafür auch einfacher…

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren