Bart ab bringt Arbeitsplatz

Bart ab bringt Arbeitsplatz

Wir haben es ja schon immer gewusst:

Wenn Sie sich waschen und rasieren, finden Sie auch einen Job

Politiker, Ministerpräsident und SPD-Vorsitzender ist nichts, was unsere Großeltern als anständige Arbeit bezeichnet hätten, denn sonst hätte Kurt Beck, von dem der das Zitat stammt, wohl schlechte Karten gehabt.

Der verbale Ausrutscher des SPD-Politikers lässt möglicherweise auf erste Anzeichen einer Polonium-Vergiftung schließen, denn so instinktlos kann war doch sonst kein SPD-Vorzeigepolitiker.

Unabhängig vom tatsächlichen Bezug auf einen Einzelfall hat Kurt Beck mit seiner Äußerung genau in die Kerbe der bestehenden Vorurteile rein gehauen. Arbeitslose sind unrasiert, ungewaschen und natürlich impliziert auch unmotiviert (Stammtischdeutsch: faul).

Zur Lösung Massenarbeitslosigkeit tragen solche Ansicht keinesfalls bei, denn sie verengen nicht nur den Blick, sondern unterstellen den Bedürftigen auch, dass sie an ihrer Lage selber schuld seien. Wenn sie sich sich, so die landläufige Meinung, nur ordentlich bemühen, fänden sie schon wieder eine Arbeit.

Das so was nur ein Ammenmärchen ist, sollte einem Politiker wie Kurt Beck eigentlich geläufig sein. Wenn nicht, so ist er definitiv eine Fehlbesetzung – zumindest als SPD-Vorsitzender.

4 Replies to “Bart ab bringt Arbeitsplatz”

  1. oh mann, hast du dir den knaben mal angesehen ? und würdet ihr den so nach einem gespräch einstellen ? deine regierungsverdrossenheit in allen ehren, deine reaktion möchte ich mal erleben wenn der herr auf dich zukäme …
    gruss
    joerg

  2. Und da sind wir wieder bei den Vorverurteilungen. Aber noch mal, falls ich das etwas undeutlich formuliert habe: Jemand wie Genosse Beck sollte sich soweit im Griff haben, dass ihm, selbst wenn es denn angebracht gewesen wäre, nicht rausrutsch.

    Dass der Kurt auch noch Vorsitzender der Partei ist, der ich seit ein paar Monaten angehöre, lässt mich immer wieder daran zweifeln, ob der erneute Beitritt wirklich so klug war.

  3. Ich habe den Kerl gestern im TV gesehen. So würde ich persönlich zwar nicht rumlaufen, aber wer sagt denn, dass er nicht gut arbeiten würde? Man kann die Leute doch nicht immer nach dem Aussehen beurteilen. Wo kommen wir denn da hin? Andererseits erklärt sich so auch die hohe Arbeitslosenzahl :-D

    Wenn ich Arbeitgeber wäre und Leute nur nach dem Aussehen einstellen würde, dann gäbe es wahrscheinlich 3mal soviel Arbeitslose. Der Mensch ist immer noch ein Individuum und man muss ihn nehmen wie er ist. Ob rasiert, unrasiert, gewaschen oder ungewaschen… Das sagt noch lange nichts über die Qualität des Menschen aus.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren