Open Xing

Das Internet überrascht immer wieder – vor allem Anleger, die ihr Geld in diverse Start-Ups investieren, die ein paar Monate nach dem Börsengang den Gang zum Insolvenzverwalter antreten. Nach der letzten Hype-Welle, die viel verbrannte Erde hinterlassen hat, war die Hoffnung groß, dass etwas mehr Ruhe und Sachverstand ins Netz der Netze einziehen würde.

Spätestens seit dem der Begriff Web 2.0 in der Lokalpresse aufgetaucht ist, dürfte auch dem Letzten klar sein, dass dem leider nicht so ist. Wieder erfasst die Menschen das Goldfieber und statt eines „Go West” ist auf den Kapitalmärkten ein „Go Web” zu hören. Bei der vielen heißen Luft, die in so mancher Firmenidee steckt, ist es nur eine Frage der Zeit, wann der Ballon platzt und wieder auf magische Weise viel Geld verschwunden ist.

Die nächste richtig große Traumblase ging gestern an die Börse. OpenBC bzw. Xing
Ob sich mit einer Kontaktplattform wirklich echtes Geld machen lässt (das mit dem Spielgeld scheint ja funktioniert zu haben, der die Aktie hat einen Ausgabekurs von 30 Euro) wird sich zeigen. Falls alles stricke reißen, kann Xing immer noch das ganze gesammelte Adressmaterial verkaufen. Call Center und andere Werbetreibende werden sich sicher darum reißen.

Kommentar verfassen