Schlaraffenland für Arbeitslose

Während es in Deutschland durchaus Menschen geben soll, denen trotz angeblich abflauender Arbeitslosenzahlen das Wasser bis zum Hals steht, fühlen sich Spitzenverdiener dazu berufen, ihre Meinung bezüglicher der aktuellen Lage abzusondern. Meist in der Form, dass diese als das eine, wahre Konzept verkündet wird.

Von Hans-Olaf Henkel ist zu hören, dass Deutschland zu sozial sei. Der Mann hat gut reden, denn er musste vermutlich noch nie von 345 Euro monatlich leben. Die Ursachen für die hohe Arbeitslosigkeit, so Henkel, wären keine Schwäche der Marktwirtschaft, sondern eine Folge der Verletzung marktwirtschaftlicher Regeln. Damit hat Herr Henkel den Beweis erbracht, dass die Lehren von Adam Smith trotz ihrer bewiesenen Schwächen immer noch Anhänger haben.

Zum Glück für die Bürger dieses Landes sind nicht sehr viele Entscheidungsträger bisher davon überzeugt, dass Länder wie die USA eine nachahmenswerte Marktwirtschaft haben. Dort mag es zwar weniger Arbeitslose geben, aber viele Menschen gerade in den unteren Einkommensgruppen haben nicht nur einen Job, sondern zwei oder drei, um überhaupt in der Lage zu, von dem wenigen Geld ihr Überleben zu sichern.

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