Gewohnheit oder Notwendigkeit?

Bei manchen Dinge frage ich mich, ob wir sie aus einer Notwendigkeit heraus befolgen oder nur aus Gewohnheit. Oder anders am konkreten Beispiel gefragt: gibt es eigentlich einen Grund, warum wir abends nach dem Zähneputzen nichts süßes mehr essen (dürfen)? Machen wir es deshalb, weil wir so erzogen worden sind?

Für eine medizinische Beurteilung der Sinnhaftigkeit fehlt mir eindeutig das zahnmedizinische Fachwissen. Was mir (hoffentlich) jedoch nicht fehlt, ist der mehr oder minder gesunde Menschenverstand „ was in der Regel wohl so eine Art Bauchgefühl ist.

Auf jeden Fall, was ich eigentlich sagen wollte: es heißt doch immer, dass wir uns drei Mal täglich die Zähne putzen sollen „ im Grunde also nach jeder Hauptmahlzeit. Allein dabei treten dann schon die ersten Schwierigkeiten auf. Was, wenn es nur zwei Hauptmahlzeiten gibt? DER CHF und ich haben zudem eine Zahnpasta, der besonderen Art. Morgens Aronal, abends Elemx. Für mittags gibt es keine dritte Tube.

Der nächste Punkt: Was ist zu tun, wenn ich relativ früh zu Mittag esse, mir danach pflichtbewusst die Zähne putze und erst acht Stunden später wieder Abendessen bekommen? Darf ich dann in der Zwischenzeit keine Süßigkeiten essen? Was passiert, wenn ich an einem Sonntag nach Kaffee und Kuchen für zwei Stunden ein Nickerchen mache? Muss ich mir vorher die Zähne putzen, damit die Kariesbakterien nicht über meine Zähen herfallen?

Eine ganze Reihe von offenen Fragen. Letztendlich ließe sich möglicherweise ableiten, dass es keinen Grund gibt, abends nach dem putzen der Zähne noch ein Stück Schokolade zu essen – abgesehen vielleicht von der Tatsache, dass diese dann nach Zahncreme schmeckt.

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