Gewohnheit oder Notwendigkeit?

Gewohnheit oder Notwendigkeit?

Bei manchen Dinge frage ich mich, ob wir sie aus einer Notwendigkeit heraus befolgen oder nur aus Gewohnheit. Oder anders am konkreten Beispiel gefragt: gibt es eigentlich einen Grund, warum wir abends nach dem Zähneputzen nichts süßes mehr essen (dürfen)? Machen wir es deshalb, weil wir so erzogen worden sind?

Für eine medizinische Beurteilung der Sinnhaftigkeit fehlt mir eindeutig das zahnmedizinische Fachwissen. Was mir (hoffentlich) jedoch nicht fehlt, ist der mehr oder minder gesunde Menschenverstand „ was in der Regel wohl so eine Art Bauchgefühl ist.

Auf jeden Fall, was ich eigentlich sagen wollte: es heißt doch immer, dass wir uns drei Mal täglich die Zähne putzen sollen „ im Grunde also nach jeder Hauptmahlzeit. Allein dabei treten dann schon die ersten Schwierigkeiten auf. Was, wenn es nur zwei Hauptmahlzeiten gibt? DER CHF und ich haben zudem eine Zahnpasta, der besonderen Art. Morgens Aronal, abends Elemx. Für mittags gibt es keine dritte Tube.

Der nächste Punkt: Was ist zu tun, wenn ich relativ früh zu Mittag esse, mir danach pflichtbewusst die Zähne putze und erst acht Stunden später wieder Abendessen bekommen? Darf ich dann in der Zwischenzeit keine Süßigkeiten essen? Was passiert, wenn ich an einem Sonntag nach Kaffee und Kuchen für zwei Stunden ein Nickerchen mache? Muss ich mir vorher die Zähne putzen, damit die Kariesbakterien nicht über meine Zähen herfallen?

Eine ganze Reihe von offenen Fragen. Letztendlich ließe sich möglicherweise ableiten, dass es keinen Grund gibt, abends nach dem putzen der Zähne noch ein Stück Schokolade zu essen – abgesehen vielleicht von der Tatsache, dass diese dann nach Zahncreme schmeckt.

4 Replies to “Gewohnheit oder Notwendigkeit?”

  1. Die Sache mit dem 3mal täglich mag für manche Menschen zutreffen, wenn Du allerdings selten den Zahnarzt besuchen mußt, ist es sogar besser nur 2mal täglich zu putzen.

    Es ist immer ein kompromiss zwischen Reinigung der Zähne und Schonung des Zahnfleisches…

  2. … und das ‚keine Süßigkeiten vor dem Schlafengehen‘ leitet sich wie folgt ab:
    man nimmt an (ziemlich gesichert), dass verbliebene Bakterien den Zucker der Naschwaren abbauen, und dabei entsteht Säure.
    Dieses ist tagsüber kein Problem, da der Speichelfluss die Säure verdünnt und zudem die Zähne mit Mineralien umspült. (Nein, der Speichel hilft nichts mehr, wenn man in ihm ein Bonbon aufgelöst hat…)
    Des Nächtens aber wollen wir ja nicht direkt ertrinken, daher reduziert sich der Speichelfluss und , voila!, die Säure kann besser auf die Zähne einwirken.

    (hääte Zahnarzt werden sollen!)
    JBJ

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren