12. Oktober
2006

Putzfrauenunion

von tboley um 10:02 Uhr

Wenn wir gemein wären, würden wir uns die Frage stellen, in welcher Partei die Gesamtsumme von Politiker, Anhänger und Wählern, die eine Putzfrau zu Hause haben, am größten ist. Gemeint ist an dieser Stelle nicht die Putzfrau, die Mann unter Umständen geheiratet hat, sondern die Fachkraft für Raumpflege, die für Entgelt (ein solches bekommen bekanntlich Hausfrauen nicht für ihren Job) die Wohnung sauber hält.

Wie gesagt, wären wir gemein, würden wir diese Frage stellen und dabei schon die Antwort kennen. In absoluten Zahlen wäre es sicherlich die Union (also CDU und CSU), die die meisten Putzfrauen unter Vertragt hat. Vergessen wir aber diese hinterlistige Frage wieder ganz schnell und tun so, als ob es einen ganz anderen Grund dafür geben würde, dass Politiker aus der Union jetzt einen Entwurf für ein Putzfrauenkombilohnmodell diskutieren. Der Entwurf sieht vor, dass künftig Putzfrauen (und auch Kindermädchen) zu Teil vom Staat finanziert werden können (noch mal: wir denken hier jetzt bewusst nicht an verdeckte Subventionen für Besserverdienende). Etwas merkwürdig ist dabei, dass im gleichem Atemzug auch gefordert wird, die Strafe für Schwarzarbeit in Privathaushalten zu erhöhen. Ob da auch an die gedacht wurde, die da eine ähnliche Auffassung haben wie der ehemaligen Bundesverkehrsminister Günther Krause?

! Anmerkungen, Anregungen oder Kritik? Kommentar unten hinterlassen.
Ein einsames Feedback zu „Putzfrauenunion”
Kommentare
Einen Kommentar hinterlassenkommentieren

Kleine Kommentarhilfe: Die lustigen Köpfe (Gravatare) links neben den Kommentaren gibt es im Austausch für eine eMail-Adresse bei Gravatar.com. Ein paar dieser merkwürdigen HTML-Formatierungen dürften wohl möglich sein, aber bei reichlicher Verwendung externern Links landet der Kommentar in der Moderation.