RSS, kalt serviert

RSS, kalt serviert

Aus meinen Erfahrungen in den ersten Tagen unterwegs im Zug, auf dem Weg zur Arbeit und von dort wieder nach Hause lässt sich auch interessantes in Bezug auf RSS-Feeds ableiten. Der von mir verwendete Newsreader ist sehr praktisch, um bei der Bahnfahrt die Einträge diverser Blogs und Nachrichtendienste lesen. Allerdings merke ich noch mehr als vorher, wie unangenehm verkürzte Feeds sind.

Während sich vollständige Beiträge ohne Probleme lesen lassen (und bei bedarf von mir mit einer Markierung versehen werden, wenn ich meinen Senf noch dazu geben möchte), geht das bei gekürzten (verstümmelten) Feeds selbstverständlich nicht. An die Blog-Kollegen, die kürzen, mal die Frage: Habt ihr eigentlich daran mal gedacht? Das eure Anreißer wertlos sind, wenn die Leser offline längere Zeit unterwegs sind?

Im Büro oder zu Hause sind wirken dann die alten Anreißer wie kalt serviertes Essen. Das wieder aufzuwärmen, bringt nur in wenigen Fällen wirklich was. Ich würde ja behaupten, dass es Zeit wäre, noch mal über Feeds nachzudenken. Letztendlich aber bleibt es jedem selber überlassen, ob er an allways online glaubt oder nicht.

3 Replies to “RSS, kalt serviert”

  1. Ist doch immer wieder interessant, wie sich die Sicht verändert, wenn sich die Umstände verändern. Klar ist es schöner, wenn die feeds nicht verstümmelt werden.

  2. Der Gedanke ist richtig und nicht alltäglich. Aber: Zum Schutz vor Contentklau per RSS und um die Leser auch ins Blog zu locken, ist der verkürzte RSS-Feed die erste Wahl. Offline-Leser sind selten – vielleicht findet sich dafür aber auch noch eine Lösung, z.B. der vollständige RSS-Feed gegen Registrierung.

  3. Warum sollte ich Leser ins Blog locken wollen? Da es bei mir um die Texte geht, ist es doch ein Serviceangebot, wenn sie diese auch komplett via RSS-Feed lesen können. Selbst für den Fall, dass ich Werbung machen wollte – die wäre auch ohne Probleme im Feed unterzubringen. Was bliebe also als Grund für einen verstümmelten Feed? Wohl nur das Argument wegen des Contentklaus. Der lässt sich aber mit einem verkrüppelten Feed allenfalls erschweren, nicht verhindern.

    Wer es wirklich darauf anlegt, der liest via Script die HTML-Seite selber aus.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren