Freitag, die Rückfahrt

Freitag, die Rückfahrt

Nun also die erste Rückfahrt aus Essen an einem Freitag. Für diejenigen, für die das nicht besonders aufregen klingt: der Freitag ist wie der Montag (den ich ja noch vor mir habe) ein Tag, an dem die Strecke nach Berlin (denn da endet mein ICE) besonders stark frequentiert ist.

Ursache dafür ist wohl die Beamtenlandverschickung seit der Verlegung der Hauptstadt nach Berlin (pfui!). Zumindest kann ich mich künftig, wenn ich mal keinen Sitzplatz mehr ergattern konnte, damit trösten, dass ich zumindest für einen guten Zweck stehe. Es wäre auch eine Zumutung für Politiker und Beamten, wenn sie stehen müssen, während der einfache Bürger Thomas Boley einen Sitzplatz hat.

Mir wird jetzt auch klar, warum manche Menschen immer so reserviert wirken. Aber wie dem auch sei, sollte ich mal irgendwann auf dem Rückweg einschlafen, würde ich dann spätestens in Berlin aufwachen – obwohl für viele da ja erst der Albtraum so richtig beginnt.

7 Replies to “Freitag, die Rückfahrt”

  1. Jep, fast jeden Tag. Die erste sechse Monate gibt es von DER AGENTUR einen Zuschuss. Wobei das „teuer“ immer relativ ist. Weder DER CHEF noch ich haben ein Auto, so dass die Kosten dafür entfallen.

  2. Stimmt schon, ist aber ganz schön stressig. Aber ich würde es auch in Kauf nehmen, wenn ich dafür Arbeit habe.

    Die Leute hier sehen das ein bisschen anders. Da gibt es welche, für die kommt ein Job deshalb nicht in Frage, weil er soweit vom Wohnort weg ist, dass sie in der Mittagspause nicht nach Hause zum vom Hausfrauchen gekochten Mittagessen können. Alles schon passiert.

    Na ja, solange man die Wahl hat…

  3. @Ilona: Diese Einstellung finde ich dann allerdings auch seltsam. Wieso sollte die Gemeinschaft für die Bequemlichkeit des einzelnen aufkommen. Sehr seltsam unser Deutschland.

    @Thomas: So ist sie die Bahn. Ähnliches erlebte ich auch schon oft mit dem ICE nach Hamburg. Ohne Reservierung ist man an Montagen und Freitagen gelegentlich aufgeschmissen. Ich frage mich immer wieder, wieso es so viele Leute gibt die diese Strecken auf sich nehmen…Auf dauer macht einen die Reiserei auch mürbe und man zieht schon aus „gesundheitlichen“ Gründen um. Und erst die Lebenszeit, die man dabei verschwendet… ;O)

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren