Abnehmen und Essen

Während ich hier am Schreibtisch sitze, Rezepte kopiere und mich mental schon mal auf den Wochenendeinkauf vorbereite, mit meinen Gedanken schon teilweise bei meinem neuen Arbeitsplatz in Essen bin, drängt sich immer wieder eine Sache auf: Menschen mit Essstörungen. Während sicher der Drucker gerade wieder ein neues Papier reinzieht, ohne dicker zu werden, lese ich einen Artikel bei stern.de über die Magersucht-Bewegung Pro Ana.

Es erscheint mir sehr verdreht, wenn Menschen ihre Krankheit zum Lebensstiel umdeuten. Wenn Menschen Sätze wie diese

  1. Wenn ich nicht dünn bin, bin ich nicht attraktiv.
  2. Dünn sein ist wichtiger als gesund sein.
  3. Ich muss alles tun um dünner auszusehen!
  4. Ich darf nicht essen ohne mich schuldig zu fühlen!
  5. Ich darf nichts essen ohne danach Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
  6. Ich muss Kalorien zählen und meine Nahrungszufuhr dementsprechend gestalten.
  7. Die Anzeige der Waage ist am Wichtigsten!
  8. Gewichtsverlust ist gut, Zunahme ist schlecht.
  9. Du bist niemals zu dünn!
  10. Dünn sein und Nahrungsverweigerung sind Zeichen wahrer Willenstärke und Erfolgs!

(Die 10 Pro Ana Gebote)

Zu ihrer Lebensphilosophie machen, benötigen sie meiner Meinung nach dringend Hilfe. Anorexia nervosa ist eine psychische Störung, auch wenn Betroffene dies nicht so sehen – aber Uneinsichtigkeit in die eigene Erkrankung ist nichts neues.

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