Trendhure

Trendhure

Meine Güte, was bin ich mal wieder froh, dass ich weder Trendhure noch Werbenutte bin – was momentan so durch Kleinbloggersdorf an Gestalten wankt, ist nämlich wirklich sehr merkwürdig. Blasse Zombies schlurfen mit einem Autoschlüssel in der Hand in eine unbekannte Richtung (was ihnen auch mangels Gehirnaktivität egal sein dürfe), während anderswo Möchtegern-A-Blogger den Marketing-Menschen in den Allerwertesten kriechen.

Da setzte ich mich doch liebe an den unteren Rand eines XHTML-Dokuments, schauen den vorbeiziehenden RSS-Feeds zu und bettle ganz ehrlich um ein paar Münzen für meine Xbox 360. So kann ich zumindest noch am nächsten Tag in den Spiegel schauen, ohne mich ins Waschbecken erbrechen zu müssen.

Nicht das ich mich jemand falsch versteht. Ich hab nix gegen Konsum, wohl aber gegen Menschen, die sich im Neonlicht der Werbeanzeigen prostituieren. Auch wenn das ihre freie Entscheidung ist (oder sie das zumindest glauben), nehme ich mir meine Freiheit raus, darüber kräftig zu lästern und die Moralfähnchen aufzusammeln, die von anderen achtlos in den Dreck geworfen wurden.

12 Replies to “Trendhure”

  1. Erstaunlich finde ich immer wieder, wie viel Zeit und Energie investiert wird, um Marketingaktion zu unterstützen, bei denen es nur einen Gewinner gibt und nicht hundert.

  2. Ich bin wohl keiner. Oder zumindest ein Blogger ohne Leser. Die letzten Tage sind meine Besucherzahlen so sehr eingebrochen (auf ca. 10% der Besucher von Ende August), dass ich mir Sorgen mache ob die Seite an vielen Systemen nicht aufgerufen werden kann. Mag das mal jemand ausprobieren?

  3. mE wird man Blogger durch einen Index der periodisch VÖ-Beiträge und nicht durch die Anzahl der Leser; wobei nicht automatisch der Aufruf das lesen der Seite bedingt.
    PS.
    Deine Seite habe ich eher überflogen, so dass ich in diesem Moment eher ein Klicker, als ein Leser war.

  4. ich hatte einfach nur Angst, dass die Seite irgendwie gar nicht erreichbar ist und ich es nicht merke. Denn ein Einbruch um 90% ist schon gewaltig. Aber wenn du sie überfliegen kannst, dann ist das wohl nicht der Fall. Nun denn, ich werde durch tolle Texte für mehr Leser und weniger Klicker sorgen ;-)

  5. @Claudius: Also ich jedenfalls leses die Seite :-)

    Aus der eigene Erfahrung kann ich dir sagen, dass es lange, mitunter sehr lange brauch, bis man die entsprechende Tzahl fester Leser hat. Bevor ich meinen Blog auf WordPress umgestellt habe, hatte ich bereits über drei Jahre geschrieben – ohne größeren „Erfolg“. Dannach hat es noch ein Jahr gedauert, um auf die Zahlen von heute zu kommen. Es mag sicher auch an meinen Themen liegen, dass es nicht noch mehr Leser sind (das wäre dann eine anderer Shop, äh eine andere Diskussion).

    Aber so wie ich das sehe, brauch man viel Geduld.

    Und was denn jetzt ein Blogger ist, haben wir damit dann immer noch nicht geklärt.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren