Hausschweinservice

Hausschweinservice

Täglich werden in deutsche Haushalt Essensreste aus unterschiedlichen Gründen weggeschmissen. Mal war der Appetit doch nicht so groß, Besuch hat kurzfristig abgesagt oder aber die Familie rebelliert, weil es nicht Pommes und Schnitzel gibt. Bei den meisten Hausfrauen und Hausmännern setzt mit der Entsorgung der Nahrung das schlechte Gewissen ein. Anderswo auf der Welt hungern Menschen, die froh wären um das, was da in den Müll wandert.

Nun lassen sich zubereitetet Speisen aber in der Regel nicht nach Afrika verschicken, ohne ihre wesentlichen Eigenschaften als Nahrung zu verlieren. Da die Agentur für Arbeit täglich Millionen von Euro für die Verpflegung von Hartz IV-Empfängern ausgibt, lag es daher nahe, aus zwei Problemen eine Lösung zu machen, von der sowohl die Haushalte aus auch die Agentur profitieren können.

Anfang November startet zunächst in ausgewählten deutschen Städten das Modellprojekt „Hausschweinservice”. Auf einem Internetportal können sich interessierte Familien registrieren, die dann von der Agentur einen Hartz-IV Empfänger zugewiesen bekommen, der künftig die Speisereste aufisst.

Bundesarbeitsminister Franz Müntefering begrüßte das heute in Berlin vorgestellte Konzept ausdrücklich als zukunftsweisend und innovativ.

4 Replies to “Hausschweinservice”

  1. Das schlimme an Satire ist, daß sie leider oft von der Wirklichkeit oft noch übertroffen wird. Wollen wir es mal nicht hoffen. Aber das Personal in Berlin gibt schon langsam Anlaß zur größten Sorge.

  2. @Joerg: Den Artikel und den Herrn D. kenn ich sehr gut :-)

    @Karsten: Manchmal habe ich die Vermutung, unserer Mandatsträger sind auf einem schlechten LSD-Tripp. Vieles, was sich sonst dem gesunden Menschenverstand entzieht, wäre damit erklärbar.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren