Kinderkram

Beim aufwachen ging mir gerade die Frage durch den Kopf, warum es im Gegensatz zu Lego bei Playmobil keine Filmlizenzen gibt und die ewige grinsenden Männchen nicht kommerziell verwertet werden. Eine Lego Harry Potter gibt es, aber keinen von Playmobil. Sicher gibt es dazu eine rationale Antwort. Ich denke dagegen, dass es daran liegt, dass sich bei den Playmobilfiguren die Haar abnehmen lassen. Darunter verbirgt sich ein hohler Kopf – nicht gerade schmeichelhaft für einen Schauspieler

Auf der anderen Seite lassen sich allerdings die Körpereinzelteile bei den Leogofiguren auf andere Bauelemente anbringen. Mit wenigen Handgriffen wird so aus einem smarten Luke Skyewalker ein Cyborg auf fahrbaren Untersatz. Kinderkram, ganz sicher. Würde Frankenstein heute aufwachsen, könnte er mit Leogosteine üben.

Für mich, Lego in seiner Kindheit bevorzugt hat, wird Playmobil immer geprägt sein von meinem Ersteindruck, welcher durch mein erstes Playmobilespielzeug entstanden ist: Bauarbeiter mit Bauwagen und Bierkasten. Playmobil hatte für mich immer etwas gradliniges erdverbundenes, während sich mit Lego Schlösser der Phantasie bauen ließen. Der Bierkasten ist, nebenbei bemerkt, aus dem Sortiment von Playmobil verschwunden. Dafür gibt es jetzt ein schickes Dixie-Klo.

Beim stöbern auf den Internetseiten von Playmobile ist mir gerade aufgefallen, dass es doch Mercendaising gibt. Ein berühmt-berüchtigter Bloger hat eine eigene Kollektion. Ich glaube, ich distanziere mich dann mal lieber von dem, was ich über die Köpfe gesagt habe. Sicher ist sicher.

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