Kinderkram

Kinderkram

Beim aufwachen ging mir gerade die Frage durch den Kopf, warum es im Gegensatz zu Lego bei Playmobil keine Filmlizenzen gibt und die ewige grinsenden Männchen nicht kommerziell verwertet werden. Eine Lego Harry Potter gibt es, aber keinen von Playmobil. Sicher gibt es dazu eine rationale Antwort. Ich denke dagegen, dass es daran liegt, dass sich bei den Playmobilfiguren die Haar abnehmen lassen. Darunter verbirgt sich ein hohler Kopf – nicht gerade schmeichelhaft für einen Schauspieler

Auf der anderen Seite lassen sich allerdings die Körpereinzelteile bei den Leogofiguren auf andere Bauelemente anbringen. Mit wenigen Handgriffen wird so aus einem smarten Luke Skyewalker ein Cyborg auf fahrbaren Untersatz. Kinderkram, ganz sicher. Würde Frankenstein heute aufwachsen, könnte er mit Leogosteine üben.

Für mich, Lego in seiner Kindheit bevorzugt hat, wird Playmobil immer geprägt sein von meinem Ersteindruck, welcher durch mein erstes Playmobilespielzeug entstanden ist: Bauarbeiter mit Bauwagen und Bierkasten. Playmobil hatte für mich immer etwas gradliniges erdverbundenes, während sich mit Lego Schlösser der Phantasie bauen ließen. Der Bierkasten ist, nebenbei bemerkt, aus dem Sortiment von Playmobil verschwunden. Dafür gibt es jetzt ein schickes Dixie-Klo.

Beim stöbern auf den Internetseiten von Playmobile ist mir gerade aufgefallen, dass es doch Mercendaising gibt. Ein berühmt-berüchtigter Bloger hat eine eigene Kollektion. Ich glaube, ich distanziere mich dann mal lieber von dem, was ich über die Köpfe gesagt habe. Sicher ist sicher.

5 Replies to “Kinderkram”

  1. Als stolzer Besitzer einer Harry Potter Legofigur, kann ich Dir versichern, daß man auch ihm die Frisur abnehmen kann. Allerdings muß man ihm, um den Kopf als hohl zu erkennen, den Hals abtrennen. ;)

  2. … ich habe gehört, dass Geobra-Brandstätter zur Zeit des StarWars-Hypes aus dem Lizenz-Bieten ausgestiegen ist, mit der Begründung ‚Krieg‘ sei nix für ihre Firmenpolitik…

    Warum fallen mir da nur die Kavalleristen ein, die es damals in der Wildwest-Reihe gab?

    Oder der Henker, aus der aktuellen Burg/Mittelalter-Serie, der nicht nur den Dolch zum finalen Nachstechen am Gürtel trägt (historisch sehr korrekt), sondern unter der Kapuze breit grinst (politisch schwer unkorrekt!) ???

    JBJ

  3. Ich kann mich noch gut an meine Zeit des Lego und Playmobil erinnern. Es war immer lustig die einzelnen Teile einer Figur mit anderen zu kombinieren. Der Bauarbeiter Trug einen Raumanzug oder in der Ritterburg von Playmobil landeten Raumschiffe aus Lego. Schade das man so schnell erwachsen wird. Aber es ist immer wieder eine Erinnerung wert.

    Gruß Stefan

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren