Profildebatten

Profildebatten

Wie zu lesen ist, ereifert sich Schäuble über den derzeitigen Richtungsstreit in der Union. Dort wird genau wie in der SPD über das eigene Profil diskutiert. Merkwürdigerweise stehen dabei Politiker im Rampenlicht, die jedem abgefahrenem Reifen Konkurrenz machen könnten. Von Profil kann da keine Rede sein. Wenn jemand irgendwo lange dabei ist, heißt es noch lange nicht, dass er seinen Job gut macht.

Gerade so Personen wie unser Bundesinnenminister haben die verpfuschte Politik der letzten Jahrzehnte mit zu verantworten. Wenn sie jetzt von einem Kurswechsel reden, dann geht es wohl er darum, ihre Leichen im Keller unauffällig irgendwo anders zu entsorgen.

So ist es nach dem Ausplündern der Rentenkasse recht einfach, dem Bürger die Schuld in die Schuhe zu schieben und von ihm zu fordern, er müsse zur Finanzierung seiner Rente kürzer treten.

Gerade bei Thema Rente wäre deutlich mehr Ehrlichkeit angebracht, denn das bisherige Rentensystem konnte von Anfang an nicht funktionieren. Es ist wie die zu recht verbotenen Pyramidenspiele angelegt. Zur Finanzierung werden immer mehr Nachfolger benötigt. Ein System, dass als Kernelement ein ungebremstes Bevölkerungswachstum benötigt, kann nicht gut gehen – vor allem dann nicht, wenn die Menschen immer älter werden.

Ihr Profil könnte eine Partei damit schärfen, dass sie dies endlich in aller Klarheit eingesteht und statt Flickschusterei ein neues Modell entwickelt, dass eine tragfähige Altersversorgung gewährleistet. So wäre es zum Beispiel zu überprüfen, wie sich ein bedingungsloses Grundeinkommen in Bezug setzten ließe zur Rente.

One Reply to “Profildebatten”

  1. …. meine 5 Cents zum ‚Erhalt der Rente durch Zuwachs der Gesellschaft‘ (okay, nicht ganz wörtlich zitiert!):

    in der Biologie ist das Prinzip lange bekannt, dass ‚ewig wachsende Populationen‘ irgendwann elendiglich abkacken. ‚Sigmoidale Entwicklungskurve‘ ist da ein tolles Stichwort…

    Ich laufe hier durch das Leben und sehe den Zusammenbruch, aber niemand will ihn offenbar aussprechen/anerkennen…

    … also, ich für meinen Teil werde beim Betrachten des Untergangs der Menschen noch meinen Spass haben!

    JBJ

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren