Selbstkritik

Das am Wochenende die Leserzahlen etwas einbrechen, daran habe ich mich bereits gewöhnt. Ungewöhnlich dagegen ist, wenn mitten in der Woche die Statistiken von Feedburner einen Wegbruch von 22 Lesern anzeigen. Für die A-Blogger mit hunderten, gar tausenden von Stammlesern sind das wahrscheinlich Peanuts – für mich ist das ein tragischer Verlust.

Wenn ich mir die Artikel in den letzten beiden Tagen so ansehe, so lässt das eigentlich nur zwei Schlussfolgerungen zu: entweder habe ich was besonders langweiliges geschrieben oder aber eine unbequeme Wahrheit ausgesprochen. So ganz spontan, nach Stunden des Nachdenkens, fällt mir da nur eine Sache ein.

Ich nehme mal an (zumindest bis es eine bessere Erklärung gibt), dass es mit zu tun hat, was ich über Günther Grass geschrieben habe. Aber ich stehe zu meiner Meinung. Nach wie vor. Ich werde also nicht Asche auf mein Haupt streuen und Gras über die Artikel wachsen lassen – selbst wenn ich genau wüsste, dass das einige Leser abgeschreckt hat.

Einfach so durch die Hintertür zu verschwinden und keinen Kommentar zu hinterlassen, was einem gepasst hat, ist sicher eine legitime Verhaltensform. Besonders hilfreich ist sie aber nicht.

Bei mir fliegt ein Feed jedenfalls nicht so schnell raus aus dem Abo. Meistens liegt es daran, dass es der betreffende Blog wochenlang nicht mehr aktualisiert wurde. Im seltenen Fall von Artikeln, die mich so auf die Palme treiben, dass ich von dem betreffenden Blogger nichts mehr lesen möchte, setzte ich mich immer mit dem Schreiber auseinander. Maß aller Dinge bin ich jedoch ganz bestimmt nicht.

Selbstkritisch bleibt abschließend noch anzumerken, dass es dem einen oder der andern vielleicht am berühmten roten Faden fehlt in meinem Blog. Das ist aber schnell erklärt. Ich blogge grundsätzlich über das, was mich bewegt, was mir durch den Kopf geht – mit einem deutlich politischen Einschlag, der sich immer wieder zeigt.

Für die, denen das nicht passt, habe ich ein Spruch aus meiner Schulzeit parat: Und Tschüß!

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