Raucherlobby

Raucherlobby

Volker Kauder, Merkels Mann fürs grobe, hat sich zum Thema Rauchverbot in Gaststätten geäußert. Gegenüber der Passauer Neuen Presse sagte er:

Ein radikales Rauchverbot auch in der Gastronomie halte ich für falsch. […] es muss noch möglich sein, dass sich Raucher in Gaststätten eine Zigarette anzünden können.

Warum dem so sein soll, wird nicht erwähnt. Für ein komplettes Rauchverbot in Gasstätten sprechen die durchweg positiven Erfahrungen mit dem Rauchverbot im europäischen Ausland. Dort lässt sich auch beobachten was das hierzulande häufig ins Feld geführte Argument von Gewinneinbrüchen im Gaststättengewerbe ist: eine freche Lüge.

Während also im Ausland frei durchgeatmet werden kann, wird in Deutschland der Kreuzzug der Raucherlobby gegen die Gesundheit weitergeführt. Es ist dabei erstaunlich, dass viele Raucher Körperverletzung mit Freiheit verwechseln. Bei den meisten Nichtrauchern wird wohl die vielfach geforderte Toleranz nur noch Abwehrreaktion hervorrufen, da sie immer nur einseitig Gültigkeit zu haben scheint.

Rauchern aus dem Weg zu gehen, ist in Deutschland nicht möglich. Selbst in den eigenen vier Wänden ist niemand sicher vor dem blauen Dunst, wie wohl so manchen Menschen gerade wieder in den Sommermonaten erfahren dürfen, wenn der Rauch aus Nachbars Wohnung durchs offene Fenster bis ins Schlafzimmer zieht.

Das mit dem Tod von Menschen Geld verdient wird, ist schon lange bekannt. Viele Raucher und ihre Unterstützer vertreten aber die Ansicht, dass durch den Verkauf von Tabakwaren nicht unerheblich viel Steuereinnahmen erzielt werden und die Zigaretten auch in Deutschland Arbeitsplätze sichern. Ihrer Argumentation zu folge spricht die Bilanz für die Raucher. Dem ist aber nicht so, wie aus einer Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation hervorgeht. So soll der gesamte volkswirtschaftliche Schaden in Deutschland, der durch das Rauchen verursacht wird, 17,5 Milliarden Euro betragen.

Ausführliche Informationen zu den Folgen der Nikotinsucht sind auf den Seiten der Deutschen Krebshilfe zu finden. Auch Herr Kauder sollte sich dort mal

26 Replies to “Raucherlobby”

  1. Also mein Kanada Aufenthalt vom Jahresanfang hat mich eines gelehrt. Deutschland stinkt. Mit betreten des Frankfurter Flughafens war mir sofort ein penetranter Nikotingeruch in der Nase, der mir vor der Reise nicht aufgefallen war.

    Es ist wunderbar in ein Restaurant zu gehen und keinen Rauch zu riechen oder zu schmecken. Und als Schmankerl oben drauf kann man sogar seine Kleidung am nächsten Tag noch einmal anziehen ohne gleich wie ein Aschenbecher zu stinken.

  2. Bist anscheinend Nichtraucher, wie? ;-)

    Ich hab zwar nichts gegen ein Rauchverbot in Restaurants und öffentlichen Gebäuden sowie Plätzen, doch ein Rauchverbot in Gaststätten halte ich sowas von überflüssig.
    Es ist einfach angenehm, wenn man nach Feierabend mit Freunden in eine Kneipe gehen kann, ein oder zwei Bier trinkt und dazu auch eine Zigarette anstecken kann.

    Und ja, für mich ist dieser eine Fall, eine persönlicher Eingriff in meine Freiheit. Und diese Einschränkung will ich mich ungern abfinden.

    Nebenbei steht es den Wirten auch frei, selbst ein Rauchverbot einzuführen

  3. Einzig überflüssig ist der Rauch in Gaststätten; wo ist das Problem? wer rauchen will, geht kurz vor die Tür.

    Natürlich wollen sich Raucher „nicht damit abfinden“ das sie andere nichtmehr gefährden und einpaffen könnem, aber das ist ja seit Jahren bekannt und auch genau deswegen gibt es ein gesetzl. Verbot weil die Einsicht der Raucher eben fehlt. Es ist schon dreist das genau diejenigen die ständig die Nichtraucher und freiwillige Regelung torpedieren, sich echauffieren wenn dann ein Gesetz kommt. Es kommt nämlich nur deswegen weil die Raucher freiwillig keine Toleranz zeigen wollen.

    Und wenn ein Raucher es als „persönlichen Eingriff in die Freiheit“ erachtet das er andere an deren Arbeitsplatz – dann das ist eine Kneipe – nichtmeh r gefährden darf, moniere ich es als persönlichen Eingriff in meine Freiheit das ich nicht sturzbetrunken Autofahren darf – das sollte doch auch möglich sein, oder?

    Einfach Modell Italien einführen – dort wo es der Markt nachfragt können Lokale die genug Platz haben, abgetrennte Rauchräume einrichten in denen nicht serviert werden darf.

  4. Noch zu den Tabakarbeitsplätzen: Laut Tabakindustrie gibt es seit den letzten Steuererhöhungen schon gar keine Kioske und Tankstellen mehr – alle eingegangen weil die Zigaretten teuerer wurden! Alles blödsinn, selbst bei einem Rauchverbot werden die Zigarettenverkäufe nur um 5% zurückgehen, weil die Leute ja nicht alle gleich aufhören zu rauchen. Und wenn man schon so mit Arbeitsplätzen argumentiert: Der Kokainhandel schafft auch Arbeitsplätze, warum also Kokain unter Strafe stellen?

  5. Ich habe Herrn Kauder mal ein Briefchen geschickt. 1-2 Sätze habe ich dafür freundlicherweise :) von Dir geborgt…

    Sehr geehrter Herr Kauder,

    mit Verwunderung habe ich heute in den Nachrichten Ihr Interview in der Passauer Neuen Presse gelesen, in dem Sie sich zwar für den Schutz von Nichtrauchern, aber gegen ein generelles Rauchverbot in „allen“ öffentlich zugänglichen Räumen aussprechen. Damit sind sie immerhin mit rund 25% der deutschen Bevölkerung einer Meinung, aber die große Mehrheit der Deutschen ist genau für ein solches generelles Verbot.

    Seit vielen Jahren versuchen die Nichtraucher in Deutschland durch gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme Raucher davon zu überzeugen, ihren Konsum einzuschränken und die Gesundheit anderer Menschen nicht zu belasten indem sie in nahezu allen Bereichen des öffentlichen Lebens die Luft mit Rauch verschmutzen. Genau dieses Ist Rauchen nämlich, Luftverschmutzung. In diversen Cafés und Bars wurden bereits Feinstaubmessungen vorgenommen und die Grenzwerte der EU wurden massivst überschritten, übrigens waren die Werte weitaus höher, als an einer Hauptverkehrsstrasse in einer Großstadt. Selbst wenn die Raucher schon tagelang nicht mehr in dem Raum waren, ist die Feinstaubbelastung durch das allmähliche Austreten aus den Tapeten und Textilien im Raum immens und überschreitet die Grenzwerte. Leider waren alle Appelle an die Vernunft bisher selten von Erfolg gekrönt. Raucher verwechseln Freiheit mit Körperverletzung. Bei den meisten Nichtrauchern wird wohl die vielfach geforderte Toleranz nur noch Abwehrreaktion hervorrufen, da sie immer nur einseitig Gültigkeit zu haben scheint. Fragen Sie doch mal Ihre Wähler, wie es um die Toleranz von Rauchern in öffentlichen Räumen, besonders Gaststätten oder Cafés, bestellt ist. Ich denke, die Reaktionen werden ähnlich sein.

    In den USA, Kanada und mittlerweile auch in vielen europäischen Ländern ist ein generelles Rauchverbot in öffentlichen Räumen alltäglich geworden. Die durchweg positiven Erfahrungen sprechen eine deutliche Sprache. Sogar vom vielfach bemühten „Gewinneinbruch der gebeutelten Gastronomie“ wird in den betroffenen Ländern schon lange nicht mehr gesprochen. Er hat schlichtweg nicht stattgefunden. Es scheint für Raucher kein Problem zu sein, vor die Tür zu gehen und dort ihrer Sucht nachzukommen.

    Das mit dem Tod von Menschen Geld verdient wird, ist schon lange bekannt. Viele Raucher und ihre Unterstützer vertreten aber die Ansicht, dass durch den Verkauf von Tabakwaren nicht unerheblich viele Steuereinnahmen erzielt werden und die Zigaretten auch in Deutschland Arbeitsplätze sichern. Ihrer Argumentation zu folge spricht die Bilanz für die Raucher. Dem ist aber nicht so, wie aus einer Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation hervorgeht. So soll der gesamte volkswirtschaftliche Schaden in Deutschland, der durch das Rauchen verursacht wird, 17,5 Milliarden Euro betragen. Von diesem Geld könnte man, so ganz nebenbei, das marode deutsche Gesundheitssystem sanieren. Das ist nebenbei bemerkt auch wesentlich mehr, als die rund 14,4 Milliarden Euro, die momentan durch die Tabaksteuer erwirtschaftet werden.

    Was spricht also gegen ein generelles Rauchverbot in öffentlichen Räumen? Warum gibt es ein Handyverbot, ein „Schlappenverbot“, ein Leseverbot, ein Fernsehverbot und ein Alkoholverbot am Steuer, aber kein Rauchverbot?

    Die EU -Kommission hat 2003 eine Richtlinie beschlossen, die ein absolutes Werbeverbot für Tabakwaren vorsieht. Alle Mitgliedstaaten außer Deutschland haben diese in ein entsprechendes nationales Gesetz umgewandelt. Warum nicht auch Deutschland?

    Da durch Vernunft und Toleranz diese Problematik leider scheinbar nicht zu lösen ist, sollte es am Gesetzgeber sein, eine Regelung zum Schutz der Gesellschaft, einer großen Mehrheit der Gesellschaft, zu finden. Es gibt in der deutschen Bevölkerung ab 15 J. einen Raucheranteil von 24%, warum wird hier eine für unsere Volkswirtschaft und Gesellschaft schädliche Minderheit geschützt?

    Mit freundlichen Grüßen

    Andrej Doms

  6. mir persönlich sind rauchfreie gaststätten wesentlich lieber. als allergiker und neurodermitiker kotzt es mich immer wieder an, wenn ich aus dem pub komme und nach kaltem rauch miefe. auch einer der gründe warum ich mir in letzter zeit pubbesuche erspare.

    1/3 aller deutschen sind raucher. die anderen 2/3 sollen sich dann also dem passivqualmen aussetzen wenn sie mal ein bierchen trinken gehen wollen?

  7. In Irland konnte ich in JEDES Lokal, jede Kneipe gehn, und habe das dort auch gerne getan. Keine Gängelung in Zonen, keine Aufteilung der Gäste, die Pubs proppevoll.

    Bei meinen letzten 2 Kneipenbesuchen in Dt. stellte sich das so dar: beim ersten verließ ich wg. tränender Augen (!) frühzeitig das Etablissement (und somit auch mein Geld), beim zweiten trank ich nur etwas obwohl ich Hunger hatte, aber in diesem Qualm absolut nichts essen wollte. Wer hat da jetzt einen Vorteil von? Nicht der Nichtraucher, nicht der Wirt, nicht die Wirtschaft, sondern einzig und allein die Tabakindustrie.

    Es kann doch einfach nicht sein das man, nur weil man nicht raucht, aus Lokalen ausgesperrt wird. Was sollen die Italiener, Skandinavier, Iren und bald auch Engländer und Franzosen sagen wenn sie nach Dt. kommen? Bääh, wir drehen wieder bei um, selbst bei uns daheim sind die Bistros rauchfrei

  8. Ich hab grad ca. 20 Zeilen geschrieben. Beim Durchlesen, dachte ich mir wenn ich diesen Text jetzt Abschicke, habe ich eine Diskussion am Hals, auf welche ich schlichtweg keinen Bock habe.
    Nur eines noch…
    Vielleicht solltet man auch Rücksicht auf Raucher nehmen. Es ist kein schönes Laster, auch keins worauf man stolz sein kann, aber wenn ich sowas lese wie „Seit vielen Jahren versuchen die Nichtraucher in Deutschland durch gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme Raucher davon zu überzeugen, ihren Konsum einzuschränken …“, kann ich nur den Kopf schütteln. Jeder Raucher ist sich dessen bewusst was er da inhaliert. Aber das nur nebenbei…

    …ich bin, wie gesagt für ein Rauchverbot an öffentlichen Plätzen und Gebäuden… aber bitte, lasst doch die Kneipen in Ruhe.

    Weiter werde ich dazu nichts sagen.

  9. Hi Rantaplan, genau wegen deiner Haltung (lasst uns frei überall rauchen und andere gefährden) braucht es ein Gesetz.

    Wir nehmen auf Raucher Rücksicht: niemand verbietet ihnen das rauchen! und es ist wohl nun definitiv nicht zuviel verlangt für 10s kurz vor die Tür zu gehen, sei es im Amt, dem Büro oder einer Kneipe. Sollen etwa alle anwesenden (Gäste und Angestellte) aus der Kneipe raus, nur weil du zufaul bist kurz deinen A**** hochzukriegen? Die Leute drinnen können nunmal das atmen nicht einstellen, die Raucher aber jederzeit kurz rausgehen.

    Forderst du auch Rücksicht auf Alkoholiker, und das diese besoffen Autofahren sollen?

    Die Forderung nach Rücksichtnahme auf Raucher ist dreist, und weil das immer von von Rauchern so geschildet wird, muss ein Gesetz her.

    Lasst du doch einfach die Nichtraucher in Ruhe, dann wäre alle geholfen! Warum willst du sie in Kneipen zwangsbeglücken?

  10. Bei der Art und Weise, wie hier bereits innerhalb kürzester Zeit auf die Raucher eingedroschen wird, kann man sich nur Rantanplan anschließen und an der Stelle nichts dazu schreiben. Mache ich vielleicht mal in meinem Blog, wenn das Sommerloch vorbei ist (denn das ist jetzt ein Sommerloch-Thema, mit dem sich Kauder in die Schlagzeilen bringt).

    Und für ein Sommerloch ist das Thema zu ernst und umfassend. Das löst auch so ein Kauderlein nicht mal eben im Vorbeigehen.

  11. Find ich auch, wie soll man sagen das Rauch gefährlich ist und stört, ohne das man dazu sagt wer den Rauch verursacht? Hier sollte man schon realistisch bleiben. Wenns danach ginge dürfte man garnichts mehr sagen weil sich immer irgendjemand auf die Füße getreten fühlt.

  12. Ich glaube der Prozentsatz an Nichtrauchern, welche sich in Kneipen(!!!) wirklich an Zigarettenqualm (!!!!) stören, kreidebleich und fluchend den Raum verlassen ist hier in diesem Land wohl sehr gering und ich glaube dass von diesem gerade alle hier mitmeckern (ausser Nobbi, dachte schon ich wäre hier ganz alleine).

    Lieber Martin, ich glaube du bist der einzige, welchem ich mit einen kichernden Grinsen in einer Gaststätte Zigarrenqualm ins Gesicht pusten würde, und das hast du dir verdient.

    So, zu diesem Thema mein letzter Kommentar. Ab jetzt werd ich das ganze nur noch mit einen lachenden (Belanglosigkeit und Sätze wie „Rauchen ist Körperverletzung“) und einen weinenden Auge (bei einigen anderen „Kommentatoren“) betrachten.

  13. Bescheidene Frage an die Raucher: Wie soll ich als Nichtracuher den mit rauchenden Nachbarn umgehen, der Qualm in mein Schlafzimmer zieht? Aus der Wohnung ausziehen und hoffen, dass ich in der nächsten mehr Glück habe? Mich damit abfinden? Meine Wohnung nicht mehr lüften?

    Tollernat sind die Nachbarn jedenfalls nicht – und Rücksicht nehmen sie noch nichtmals auf ihr kleines Kind, das schön hörbar an einem chronischen Husten leidet.

  14. Ne, Thomas. Das ist wieder ein ganz anderes Thema. Der ganze Komplex ist so vielschichtig, dass er einfach nicht „mal so eben“ abgehandelt werden kann. Da lasse ich nicht gerne auf mir draufhauen und tue das andersherum auch nicht.

    Wir sind uns wohl alle einig, dass Rauchen nicht gerade gesundheitsfördernd ist *5 Euro ins Phrasenschwein*. Auch in anderen Bereichen muss mit mir gar kein Nichtraucher diskutieren (es gibt dann aber die, die genau das wollen: Diskutieren, nur um mit mit darüber zu diskutieren – Euch hier meine ich damit NICHT!)

    Kneipen & Co. sind doch nur ein Fitzelchen vom Ganzen. Auf das reduziert Ihr aber vor allem Eure Kommentare und das ist mir eben zu kurz gegriffen :-).

    Ich kann während der Arbeit auch nicht rauchen. Dürfen schonmal gleich gar nicht (wäre nicht gut, wenn jemand meinen Zigarettenstummel im Salat findet ohne dass damit ein Preisausschreiben verbunden wäre *g*).

    Die Diskussion muss, soll, kann geführt werden. Aber dann bitte von allen Seiten fair – auch seitens der Nichtraucher den Rauchern gegenüber. Und zu Beginn frage ich Euch: Was ist Euer Laster, von dem Ihr nicht loskommt?

    Dann zählen wir Euch nämlich Eure Gummibärchen nach, wie Ihr uns unsere Zigaretten nachzählt ;-).

  15. Schön und wahr gesprochen, Nobbi. Aber: Gummibärchen machen die Leute, die zusehen müssen, wie jemand die haufenweise in sich reinstopft, nicht fett. Das ist der entscheidene Unterschied.

  16. Klar, der Vergleich – wie wohl fast jeder andere – hinkt, aber mir fiel jetzt nix besseres ein ;-). Auch ein blödes Klischee, sicher. Aber ich glaube, selbst dazu lassen sich Beispiele finden (Familienmitglied futtert aus Sympatie mit oder so)… Gibt es wohl auch tatsächlich (habe ich mal einen Bericht im TV drüber gesehen), aber lassen sich jetzt nicht aus dem Stand hier aufzählen.

    Ich sach ja: Zu komplex, um das „mal eben“ zu regeln. Und Kauder hat eine „prima“ Sommerpresse… Bin mal gespannt, womit unsere noch kommen…

  17. Lieber Ranta,

    Erstens ist es völlig egal ob sich NichtRaucher sich als „gestört“ oder nicht gestört fühlen, weil die Kneipe Arbeitsplatz ist, stellt sich die Frage überhaupt nichtt. Desweiteren kenne ich sogar viele Raucher die ihre stinkenden Klamotten stören, und ich kenne viele Leute die entweder im Zweifelsfall dann doch nicht in die Kneipe gehen, oder dort seit Jahren wg. des Qualms nicht mehr waren.

    „Lieber Martin, ich glaube du bist der einzige, welchem ich mit einen kichernden Grinsen in einer Gaststätte Zigarrenqualm ins Gesicht pusten würde, und das hast du dir verdient.“

    Ganz genau das ist die täglich militante Realität die von Rauchern ausgeht, da es deswegen nicht mit Toleranz geht, muss ein Gesetz her. Auf das rauchen angesprochen flippen Raucher aus, werden Agressiv und lassen keine Meinung zu – selbst wenn sie richtig.

    Bitte lies doch einmal die Zeile auf der Zigarettenschachtel „schadet massiv den Mitmenschen in ihrer Umgebung…“. Das allein sagt alles, und was der Staat nicht verbietet, verbietet der Anstand. Aber das ist bei den meisten wohl auch ein Fremdwort.

    Und dann eine andere Frage: niemand ist gezwungen in Kneipen zu gehen, wenn dir rauchfreie Kneipen nach dem Rauchverbot nicht gefallen, dann geh einfach nicht hin!

  18. Gewisse Dinge lasse ich mir einfach nicht pauschal absprechen, Martin. Anstand gehört dazu. Das ist das, was ich weiter oben meinte.

    Du stellst damit pauschale Behauptungen auf. Thema an der Stelle auch für mich erledigt.

  19. Pauschal oder nicht pauschal: Komisch ist doch das, jeder Raucher einzeln befragt seine große Toleranz heraushängen lässt, besucht mal dann Lokale es aber wieder keiner gewesen sein soll, geraucht wird was die Schachtel hält, und bittet dann ein NR um Rauchfreiheit handgreiflich geworden wird.

    Natürlich kann man nicht sagen: der Raucher ist pauschal intolerant, aber ganz realistisch gesehen ist der deutsche Raucher heutzutage nahezu ausnahmslos intolerant.

  20. Martin, vergiss es. Es bleibt wie es ist. Die Raucher geben die Beleidigte Leberwurst, wie schon seit Jahren und statt Konsens und Kommunikation hilft bei Süchtigen meist eben nur Konsequenz.

    Und das heißt in dem Fall Gesetze.

  21. Ein Spiegelbild des dt. Raucher findet sich auch in Laurenz Meyer und Marcus Söder:

    beleidigte Leberwurst Meyer: „ich halte nichts von Gängelung, und die ganze Militanz in der Debatte…“ – Bemerkung, Meyer ist selbst Raucher, und will nur selbst weiterhin gängeln, und findet es militant wenn jemand seinen Rauch nicht einatmen möchte, weil er seinen seinen A*** nicht hochkriegen will, lehnt er ein Gesetz ab.

    Söder: „ich bin für Nichtraucherschutz, das geht auch ohne Gesetz – Nächster Satz: ich will meinen Zigarillo im Cafè rauchen“.

    Zwei die also von Nichtraucherschutz sprechen, ein Gesetz ablehnen in der Praxis aber gegen Nichtraucher handeln und nicht einmal freiwillige Toleranz zeigen.

    Traurig das auch Politiker sowas von sich lassen können, aber eben wie gesagt, ein Spiegelbild der Realität.

  22. Habe mit meiner Freundin kürzlich in einer Österreichischen Landeshauptstadt (Innsbruck) ein Restaurant oder Gasthaus gesucht in dem man essen kann ohne von Zigarrettenrauch gequält zu werden.
    Auf meine entsprechende Frage beim Betreten der Lokale, ob das hier möglich sei, erhielt ich sechs mal fast gleichlautend abschlägige Antworten. Dann warfen wir das Handtuch und kochten uns daheim was.
    Das eben ist das Problem: ohne gesetzliche Regelung wie z.B. in Italien bleibt alles beim alten, weil die Wirte seit langem nur Raucher und „tolerante“ Nichtraucher zu kennen glauben. Dass die nicht rauchende Mehrheit die (für NR „stinkenden“) Lokale meidet und daheim bleibt, kapieren die Lokalbetreiber noch nicht. Zudem haben sie Angst, überzubleiben, wenn sie als Einzige beim Nichtraucherschutz vorpreschen. Deshalb hört man auch immer öfter von ihrer Seite, dass sie sich eine klare gesetzliche Regelung wünschen.
    Wenn man die Situation in Italien oder Irland betrachtet, sieht man, dass das oft vorgebrachte Argument des Umsatzrückganges schlicht ein
    „Schmäh“ ist.
    Noch ein Wort an die Drogenabhängigen: euer vielzitierter RAUCHGENUSS ist von vergleichbarer Qualität wie der Trip etwa des Koksers, nur mit dem Unterschied, dass der seine eigene Nasenscheidewand ruiniert. Solltet Ihr nicht glauben, dass Ihr drogenabhängig seid, dann versucht doch, das Rauchen aufzugeben – hätte nur Vorteile: Ihr hättet mehr Geld, mehr Luft und würdet besser riechen (aktiv und passiv).
    p.s.: zum Suchtverhalten gehören die unlogischsten Scheinargumente und fast jeder Suchtkranke belügt sich selbst massiv, weil er den „Entzug“ fürchtet. Lieber vernichtet er sich selbst auf Raten.

  23. Also als ehemaliger Raucher kann ich nur sagen: Das Rauchverbot muss her!!! An alle Raucher: Denkt mal darüber nach, das der Normalzustand eines Menschen der des Nichtrauchers ist! Und zum Thema Freiheit: siehe auch Grundgesetz: Die Freiheit eines Menschen hört dort auf, wo die eines anderen eingeschränkt wird!

    Und wem das nicht reicht: Meine Frau ist an den Folgen meines Rauchens gestorben!!

    Noch Fragen, was ich vom Rauchen halte?

    Ich kann es nicht begreifen, das es in Deutschland eine so starke Raucherlobby gibt!

  24. hallo

    wie wäre es mit etwas toleranz von beiden seiten.
    ich rauche zwar,aber ich versuche keinen damit zu belästigen.ich habe kein problem damit vor die tür zu gehen,ehrlich.(rauche auch nicht in der wohnug u.s.w.aber bitte nicht gleich jeden raucher an die wand stellen(das eigentlich viele gerne würden).ich frage mich bei der ganzen diskussion od das nicht zu einer hexenjagt wird…
    stellt euch doch mal vor irgentjemand findet rosa socken gesundheitschädlich für die augen…..
    (NICHT GANZ ERNST GEMEINT)BEI UNS IN HH-harburg
    hatte ein wirt eine idee,eine reine raucherkneipe…..ob ihr es glaubt oder nicht, es wurde eine initiative gegründet…von der nichtraucherlobby….wer zwingt denn den nichtraucher das rein…..na ja
    ich werde weiter so verfahren wie bisher,bin gut damit gefahren…….ich bitte doch um ein wenig toleranz von beiden seiten…und die welt wäre schöner und ich glaube die BRD hat andere probleme als dieses RIESIGE PROBLEM

    FÜR ALLE ALLES GUTE

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren