Apache vs. me III

Apache vs. me III

Nach dem zumindest bei mir jetzt alles so vom USB-Stick läuft, wie ich es geplant hatte, geht es auch weiter mit dem dritten Teil der Serie. Stehen geblieben waren wir beim Wechsel auf das Stammverzeichnis des USB-Sticks. Bei mir heißt dieser wildwiki. Diesen Bezeichnung werde ich auch im folgenden weiter verwenden. Der geneigte Leser kann ihn durch den Namen seines Sticks ersetzten.

Wie versprochen, machen wir uns jetzt daran, den Apache-Server zu kompilieren. In der Shell sollte als aktueller Pfad

/volumes/name_des_sticks_so_wie_er_auf_dem_desktop_angezeigt_wird/httpd-2.0.58

angezeigt werden.

Zuerst müssen wir jetzt die Konfigurationsdatei so anpassen, daß der Server später vom Stick mit allen notwendigen Modulen läuft. Das geht mittels folgendem Befehl:

sudo ./configure --prefix=/Volumes/wildwiki/apache \
--enable-mods-shared=most

Der sudo Befehl erfordert die Eingabe des Administratorpassworts von Mac OS X.

Anschließend werden die Datei erzeugt (was einige Zeit in Anspruch nehmen wird) und installiert:

sudo make
sudo make install

Mit cd .. können wir jetzt eine Verzeichnisebene nach oben wechseln und im Finder das Verzeichnis httpd-2.0.58 löschen, daß jetzt nicht mehr benötigt wird.

Bevor wir den Apache zum ersten Mal starten, müssen wir noch eine kleine Änderung vornehmen. Damit der Apache nicht als root läuft (was eine Passwortabfrage notwendig macht), muß er einem Port zugewiesen werden, der über 1024 liegt. Es bietet sich an, in der Datei httpd.conf listen auf 8080 zu setzen.

Die Datei kann über den Finder im auf dem Stick im Ordner /apache/conf/ gefunden und mit einem Editor wie TextEdit geöffnet werden. Wir suchen nach dem Befehl Listen. Dort sollte eine 80 stehen. Wir ändern das um in 8080 und speichern die Datei ab.

Jetzt ist der Server bereit für den ersten Teststart. Im Terminal geben wir dazu folgendes ein:

/Volumes/wildwiki/apache/bin/apachectl start

Im Browser sollte sich dann über die URL 127.0.0.1:8080 die Startseite vom Apache öffnen lassen. Wichtig ist die Portnummer am Ende, wir dem Server im vorherigen Schritt diesen Port zugewiesen haben. Bei Standardport 80 wäre es nicht notwendig, am Ende der URL die Portnummer zu schreiben. Durch den neuen Port kommt unsere Apache aber nicht dem Apache von Mac OS X ins Gehege, wenn dieser über Personal Websharing gestartet wurde.

Herunterfahren lässt sich unser Apache im Terminal mit folgender Anweisung:

/Volumes/wildwiki/apache/bin/apachectl stop

Im vierten Teil geht es dann um die Einbindung von PHP. Der zweite Teil der Serie ist hier zu finden.

6 Replies to “Apache vs. me III”

  1. Nettes Projekt. Die fertige Applikation sieht ja ein bisschen änhlich aus wie MAMP … Wie kommst du denn voran?

    Beste Grüsse
    Thomas, Bielefeld

    P.S. Ich weiss, wo deine Frau arbeitet ;-) Die Welt ist klein…

  2. @Thomas aus Bielfeld (von Thomas aus Bielfeld): Ja, die Welt ist wirklich klein. Das Projekt an sich ist fertig – nur die Serie hinkt etwas hinterher. Die Ähnlichkeit mit MAMP ist beabsichtigt. Eigentlich hätte mir MAMP ja auch gereicht, aber mich störte die Aussage „läuft nicht vom USB-Stick“ so ziemlich. Meine Version läuft jetzt einwandfrei vom Stick – sehr praktisch, wenn man sein mediawiki an anderen Rechnern nutzen möchte.

  3. Schade machst Du nicht weiter. Hätte mich schon interessiert wie Du PHP auf den Stick kompiliert hast, wo da die Tücken gewesen sind. Ich bringe das jedenfalls nicht zum laufen :-(
    Trotzdem danke für den Apache Teil.
    Mit Gruss vom puschel

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren