Apache vs. me

Ein Lichtblick in meine durchaus durchwachsen Erfahrungen im Umgang mit Windows war stets die sehr einfach Konfiguration eines Apache-Servers. Ohne größerer Schwierigkeiten war es möglich, ihn zusammen mit PHP und MySQL von einem USB-Stick laufen zu lassen. Daher war mein Erstaunen gestern ziemlich groß, als ich feststellen musste, daß es unter Mac OS X keine vergleichbare Möglichkeit gibt. Im Internet fanden sich nur Hinweise darauf, daß es nicht gehen soll.

Begründet wurde dies damit, daß auf Unix und verwandten Systeme die Pfadangaben für die Verzeichnisse bei der Kompilierung angegeben werden. Nachträglich lässt sich so nur das http-Verzeichnis ändern. Damit liegen die Daten dann zwar auf einem USB-Stick, nicht aber der Server selber oder die Datenbank von MySQL.

Keine wirklich zufrieden stellendes Ergebnis und vor allem keine Lösung für mein neues Wissensmanagementsystem. Ich möchte eine absolut unabhängige Umgebung auf einem USB-Stick haben, die es mir ermöglich, den Stick an einem Mac anzuschließen und sofort via Browser auf meine Daten zugreifen zu können – ohne das am Rechner was in ein Verzeichnis geschrieben oder installiert werden muß.

Nach dem ich zunächst den falschen Ansatz verfolgt habe (ein fertiges Paket zu finden, daß meine Anforderung erfüllt), bin ich heute einen anderen Weg gegangen. Stück für Stück habe ich Informationen zusammen getragen, wie sich ein Apache-Server unter Mac OS X mit den gewünschten Pfadangaben selber kompilieren lässt. Das Ergebnis meiner Mühe läuft gerade direkt vom USB-Stick. So gesehen liegt der vorläufige Punktestand bei 1:0 für mich. Jetzt fehlt noch PHP, MySQL und eine Grafikbibliothek zur Manipulation von Bildern.

Da ich vermutlich nicht der Einzige bin, der einen mobilen Server unter Mac OS X haben möchte, ist dieser Blogeintrag der Beginn einer Serie. In den nächsten Tagen werden weiter Artikel folgen, in denen ich dann auf die technischen Details und die Vorgehensweise eingehen werde.

Weiter gehts im zweiten Teil.

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