Nachbarmobbing

Nachbarmobbing

Wie schon öfter am Rande erwähnt, haben wir eigentlich ganz umgängliche Nachbarn – abgesehen von einer jungen Familie, die sich an keine Regeln zu halten scheint. Für sie haben Türen keine Türklinken, weshalb sie immer zugekanllt werden müssen.

Aus noch ungekärten Gründen sind sie auch nicht in der Lage, ihrer Tochter Benehmen beizubringen. Lautes Rufen im Hausflur strapaziert auf Dauer die Nerven der anderen Bewohner -besonders mitten in der Nacht.

Die Nikotinschwaden, die aus der Wohnung entweichen, verbreiten den Charme einer ungelüfteten Wohnung. Das alles sind aber nur Tropfen in einem randvollen Faß.

Die letzten Tage zeigten von unseren reizenden Nachbarn eine ganz andere Seite. Sie sind in der Lage, still und heimlich den Hausflur trotz zweier Fußmatten zu verdecken. Die dicken Brocken haben sie natürlich nicht weg gemacht. Schließlich sollen ja auch andere daran erfreuen.

Mein fiese Idee, ihnen mal eine Liste mit Kinderheimen in Bielefeld in den Briefkasten zu werfen, wo sie ihre ständig schreiende Tochter entsorgen könnten, habe ich natürlich nie in die Tat umgesetzt. Schließlich kann das Kind nichts dafür, solche Eltern zu haben.

Mir ist aber aufgefallen, daß die Familie immer noch keine Beschriftung für ihre Türklingel hat. Deshalb kam mir heute die Idee, in einem Akt nachbarschaftlicher Fürsorge diesen Zustand zu ändern. In dezentem Rot würde sich ein schlichtes „Hempels“ sehr gut an ihrer Tür machen.

5 Replies to “Nachbarmobbing”

  1. Schön schön, solche Menschen mag ich gerne. Macht ungemein viel Laune eben solche Menschen aufs Kron zu nehmen. Sag mir einfach wo die wohnen, und gib mir ne Liste mit Dingen welche die verbrochen haben bisher. *hrhr*

    Einer meiner Nachbarn meinte auch mal „störend“ zu werden nachts um 3Uhr. Das hat der gute genau 2mal gemacht. Beim 3ten mal, war der Haustürschlüssel von seiner Wohnungstür verschwunden und nach innen gewandert. Und durch einen winzigen Luftzug ist dann die tür zugefallen. ;)

  2. :) Harhar…Ich hatte es mal so halb anders rum. Ein portugiesischer Nachbar meinte sich ständig über den „Lärm“ bei mir zu beschweren. Dabei waren mein Besuch eigentlich still. Was kann ich dafür, wenn man durch den Holzboden eben die Schuhe klappern hört. Sogar die Polizei hat er deswegen alarmiert. Meine Rache war den Rechner in die Ecke über seinem Schlafzimmer zu stellen und dem Subwoofer (wohlgemerkt ein schwerer alter Hifi Woofer aus Holz) die Spikes zu entfernen. Ein paar mitternächtliche Quak3 Sessions und der liebe Nachbar hat sich nicht mehr die Mühe gemacht, sich über Schuhklappern zu beschweren, weils dann das kleinere Übel war. :)

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren