Kondom aus Rom

Es scheint so, als ob sich unter Papst Benedikt dem XVI. doch so etwas wie Bewegung andeutet in Bezug auf die Glaubensgrundsätze der katholischen Kirche. Es gibt erste Gerüchte darüber, daß es künftig für verheiratete Katholiken gestatt sein wird, Kondome zu benutzen – wenn einer der Ehepartner HIV-infiziert ist.

Das hat weder mit Einsicht und schon gar nicht mit Aufklärung zu tun, sonder wohl eher mit der Erkenntnis, daß der katholische Glaube ohne Anhänger ziemlich schlecht gestellt ist. Denn was nützt eine vermeintlich moralische Position, wenn die Gläubigen an HIV sterben. Gerade in den Ländern, wo die katholische Kirche noch stark verwurzelt ist und großen Einfluss hat, liegt die Ansteckungsrate bei 20 bis 30 Prozent.

Der Schritt, Kondome zu zulassen, soll also nur verhindern, daß aus der Weltkirche einen Dorfkirche wird. Möglicherweise überrascht uns der Papst künftig noch mit anderen Veränderungen. Diese werden aber allesamt aus dem gleichen Grund vorgenommen werden: Selbsterhaltung des Vereins röcketragender Männer.

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