Kleingedrucktes

Kleingedrucktes

Die meisten werden angesichts kleingedruckter Nutzungsbedingungen meistens zu ihrer Standardreaktion übergehen: bestätigen und weg klicken. Martin vom Blafasel Blog hat sich dagegen die Nutzungsbedingungen von ICQ mal näher angesehen und beunruhigendes festgestellt.

Dort heißt es unter anderem in der Acceptable Use Policy :

„You agree that by posting any material or information anywhere on the ICQ Services and Information you surrender your copyright and any other proprietary right in the posted material or information. You further agree that ICQ Inc. is entitled to use at its own discretion any of the posted material or information in any manner it deems fit, including, but not limited to, publishing the material or distributing it.”

Wer diese Nutzungsbedingungen bestätigt, stellt ICQ Inc. einen Freibrief aus. Schlimmer noch als die Überwachung ist das Abtreten von Eigentumsrechten, auf das sich der zitierte Absatz bezieht. Wer also eigene Bilder, WordPress-Plugins, Texte oder ähnliches über ICQ an andere verschickt, läuft Gefahr, enteignet zu werden – zumindest rein theoretisch.

Dazu ein Szenario. Stellen wir uns einen Schriftsteller vor, der über ICQ den Entwurf eines neuen Buches per ICQ an den Verleger schickt. Wochen später wird der Roman in der fertigen Fassung veröffentlicht. In der Zwischenzeit hat aber bereits ICQ die Entwurfsfassung zu einem Roman weiterverarbeiten lassen und die fertige Version ebenfalls veröffentlicht. Da der Roman von ICQ früher erschienen ist, werden anschließend der ursprüngliche Autor und sein Verleger verklagt, denn der später erschienen Roman ist ja nur ein Plagiat.

Abgesehen davon daß es ziemlich dumm ist, vertrauliche Daten unverschlüsselt per eMail zu schicken, wer es wohl vom Autor und Verleger klüger gewesen, einen andere Messenger zu verwenden.

Eine Alternative zu ICQ ist zum Beispiel Jabber. Für Mac OS X bietet sich als Client Adium an. Der sieht nicht nur gut aus, sondern versteht sich unter anderem auf die Protokolle von ICQ, AIM, MSN, Jabber und Yahoo.

[via Blafasel]

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren