Schwarzsehen bei der Bahn

Schwarzsehen bei der Bahn

Bekanntermaßen gibt es Zügen Schwarzfahrer und beim Fernsehen Schwarzseher. Das jetzt der Verkehrsausschuss des Bundestags bei der Bahn schwarz sieht, liegt daran, daß Teile des ihm vorgelegten Gutachtens zum geplanten Börsengang der Bahn geschwärzt wurden.

Der Vorgang erscheint befremdlich. Ein Unternehmen, immer noch im Besitz des Staates veranlasst die Schwärzung von Daten in einem Gutachten. Gerade Stellen, die wesentliche Informationen zur Beurteilung des Börsengang betreffen, wurden so unkentlich gemacht.

Den Vorgang als Wahrung von Geschäftsgeheimnissen zu bezeichnen ist mehr als frech. Die Mandatsträger im Bundestag vertreten den Bund als Eigentümer. Somit müsste sich daraus auch das Recht ableiten lassen, einen vollständigen Einblick zu erhalten. Wie schon beim geplanten Umzug nach Hamburg bekommt der Bürger den Eindruck, daß Herr Mehrdorn und seine Mitarbeiter der Bundesregierung auf der Nase herumtanzen. Ein Machtwort von der Bundeskanzlerin könnte für Klarheit sorgen und helfen, die Verhältnisse wieder ins rechte Licht zu rücken.

2 Replies to “Schwarzsehen bei der Bahn”

  1. Als guter Mitarbeiter der Deutschen Bahn muß ich doch auch mal was dazu sagen… oder viel Einfacher: Schaut doch einfach mal in die Stellungsnahme meines Arbeitgebers. Danach hat keiner Lug und Betrug geschriehen! Anscheinend hatten die Parteien sich nicht so recht informiert wie es denn zu den Schwärzungen kommen konnte.
    Und nein, ich bin kein wichtiger Mensch bei der Bahn der so schreiben muss… Bin nur Fernmeldetechniker und ärgere mich oft genug über die Firma – aber wer arbeitet schon in einem solch großen Unternehmen und ärgert sich nicht oft…

  2. Nun gut. Es sieht so aus, als ob jemand anders die Stellen geschwärzt hat. Was die Bahn aber nicht aus ihrer Verantwortung und vor allem aus ihrer Bringschuld dem Eigentümer gegenüber befreit.

    Btw.: Falls es so angeklungen sein sollte. Ich bin kein Bahnhasser :-)

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren